Marcus Triathlon Blog

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Challenge Geraardsbergen

Rennberichte 2017Geschrieben von Marcus Ziemann So, September 03, 2017 21:47:01

Nur zwei Wochen nach dem Ironman 70.3 Luxembourg und 3 Wochen vor dem Ironman Nizza stand die Challenge Geraardsbergen auf dem Plan. Geraadsbergen liegt in der Provinz Ostflandern, etwa 40 km westlich von Brüssel und südlich von Gent.

Die Stadt Geraardsbergen ist bekannt durch die Flandern Rundfahrt und der berüchtigten "Muur van Geraadsbergen". Ein etwa 1,5 km langer Anstieg im Ortskern, mit einer durchschnittlichen Steigung von 9,6% und einer maximalen Steigung von 20%. Das ganze auf Kopfsteinpflaster, hinauf zu einer kleinen Kapelle.

Wir reisten freitags zum Rennen an und die knapp 300 Kilometer wurden zur Tortur Fast 8 StD quälten wir uns durch den Stau.

Noch rechtzeitig die Startunterlagen abgeholt, ging es dann zum 40 Kilometer entfernten Hotel. Mitten auf dem Land, völlig im nichts.

Die Wettervorhersage sagte für das Wochenende nichts wirklich Gutes voraus, was mir für die Radstrecke wirklich Sorge bereitete.

Die Pasta Party am Abend war wirklich gut. Zwar schlicht gehalten , aber wirklich mit gutem Essen und reichlich Auswahl.

Am Folgetag das übliche Prozedere. Kurz aufs Rad und Material Check und am Nachmittag dann einchecken der Räder am See. Insgesamt vom Ablauf und der Organisation absolut zufriedenstellend.

Die Strecke beinhaltete zwei Wechselzonen. Die erste am See, die zweite in der Stadt.

Am Rennmorgen ging es dann direkt zum See. Zunächst sah das Wetter noch gut aus und ich hatte noch die Hoffnung das ich trocken über die Radstrecke kommen könnte.

Der Schwimmstart erfolgte auch hier mittels "Rolling Start". Da wir spät in die Startbox gingen, mussten wir fast vom Ende des Feldes starten. Ich legte sofort ein hohes Tempo vor und konnte dies auch komplett durchziehen. So pflügte ich mich komplett durch das Feld und arbeitete mich weit nach vorne. Bis auf Platz 26 im Gesamtfeld, bei etwa 40 Profis im Feld!!! Mit einer Top Schwimmzeit von 26:15 konnte ich das Wasser verlassen und merkte direkt beim Schwimmausstieg das es bereits am Regnen war. 17 Grad und Regen, ein Horror für mich!

Dennoch legte ich ganz gut los. Da ich als Test für den Ironman Nizza mit dem Rennrad und nicht mit dem Triathlon Rad am Start war, hatte ich keine Wattmessung und fuhr rein nach Gefühl. Das brachte mich lange, sehr gut,über den mit 1100 Höhenmeter gespickten Kurs.

Zahlreiche Anstiege, die mir sehr lagen. Das erste Problem war die lange Abfahrt ins Dorf, ehe es dann im Ortskern zur Muur hinauf ging. Da war plötzlich Schluss mit lustig. Durch das nasse Kopfsteinpflaster fand ich einfach keinen Griff und rutschte fast rückwärts wieder den Berg runter. Viele Athleten hatten diese Probleme, so auch die beiden führenden Profis. Andere wiederum konnten ohne Problem rauf fahren. Bereits im unteren Teil hatte ich Probleme und so musste ich 1 Kilometer mit Radschuhen den Anstieg, mit Rad in der Hand, hochwandern.
Das kostete mich auf beiden Runden rund 2 x 10 Minuten. Aber Sicherheit geht vor und ich hatte keine Chance fahren dort hochzukommen.

So war ich dann auch froh das ich nach gut 2:50 Stunden das Rad in der zweiten Wechselzone abstellen durfte.

So ging es dann auf die 21,1 Kilometer lange Laufstrecke. Inzwischen kam dann auch die Sonne. Wie auf der Radstrecke , hatte auch die Laufstrecke eine "Muur van Geraardsbergen". Dreimal ging es einen steilen Anstieg mit Kopfsteinpflaster zum Marktplatz rauf. Dort herrschte eine tolle Stimmung. Eine tolle, sehr abwechslungsreiche Laufstrecke. Es ging zu einem Sportplatz rauf, dann wie bei einem Crosslauf über eine Brücke in den Wald und zurück in die Stadt.

Eine fast identische Laufzeit wie in Luxembourg brachte mir dann eine Zeit knapp über der 5 Stunden Marke. Wenn man die beiden "Bergwanderungen" abzieht, dann wäre es sogar recht schnell geworden.

Es sollte eh nur ein Trainingstag für Nizza sein und das Rennen fand auch aus dem vollen Training heraus statt.

Also alles auf grün für den Ironman Nizza in 3 Wochen.

Challenge Geraardsbergen, eine nette und gut organisierte Veranstaltung für kleines Geld. Daumen hoch!



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