Marcus Triathlon Blog

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Von der Herzschrittmacher OP 2005 bis zur Ironman Weltmeisterschaft auf Hawaii 2009 und dem Kampf gegen den Krebs 2010


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Hawaii Finisher!!!!!!!

Ironman WM Hawaii 2009Geschrieben von Marcus Ziemann Sa, Februar 20, 2010 21:20:44

Das gute vorweg,der Zeh und alles weitere hielt und ich kam durch.Somit darf ich mich Finisher der Ironman World Championchip 2009 Kona/Hawaii nennen.Aber fangen wir von vorne an.der Wecker

klingelte um 4uhr ,ich hatte aber ausreichend geschlafen.ein kurzes Frühstück und ich wurde mit dem Shuttele vom Appartment zum Start gefahren.dort herrschte bereits hektisches Treiben.

man wurde in eine bestimmte Reihenfolge durch den Bereich einchecken geschleust.zunächst ging es in den athleten Bereich,dort musste man sich anstellen um per Stempel die Startnummer auf

die Arme zu bekommen,weiter ging es über den Chip Check,zur Kontrolle ob der Zeitmesschip richtig funktioniert.dann musste man den Beutel mit den letzten Sachen abgeben und sich umziehen,

von dort ging es in den Bereich der Räder und zum Schwimmstart.letzte Blicke aufs Rad und Radflaschen fertig machen und dann hieß es warten auf den Start.zunächst wurden die Profis zu

Wasser gelassen die 15min eher starten durften.es herrschte bereits riesiges Gedränge am Pier.ein Teilm stand schon mit den Füßen im Wasser,viel noch draussen.kurz vor dem Startsang ein

Einheimischer die amerikanische Nationalhymne und per Kanonenschuss erfolgte der Start der Profis.somit durften auch wir ins Wasser.man schwamm etwa 100m zur Startlinie.tja,das gleiche

machten dann aber alle Alterklassenathleten und  was sich vor dem Start abspielte machte dann ein Bild davon was sich wenige Minuten später anbahnen sollte.ständiges schieben und treten

und kampf um die bessere Position.ich war leider mittendrin und hatte auch keine Chance mehr nach außen wegzukommen.auch hier ein Kanonenschuss und es erfolgte eine Prüglei aller erster

Güte.die ersten paar hundert Meter hatte man nicht nur mit den Schlägen und Tritten zu kämpfen,es gab auch ein ständiges Stop and Go.es ging kaum vorwärts.erst nach ca 1000m war so etwas

wie schwimmen angesagt.ich suchte ständig das Boot das aus den Vorjahren als Wender hergehalten hatte,das Segel sollte man dcoh aus dem Wasser sehen können dachte ich mir und es kam und

kam nicht.kein Wunder,denn es gab in diesem Jahr nur rote Bojen und so war ich plötzlich überrascht das alles abbog,also schnell rüber und ab zur Wende.dort gab es wieder heftiges Gedränge.

nach einer weiteren Boje ging es dann zurück in Richtung Schwimmausstieg.also noch knappe 1,9km zurück.doch plötzlich tauchte ein Brustschwimmer vor mir auf,der mir mit einem gekonnten

Tritt ins Gesicht eine Auszeit verschaffte.ich sah nur noch Sterne und hatte wohl auch keine Schwimmbrille mehr auf dem Kopf.ich wurde von den Helfern auf ein Surfbrett gezogen.Das konnte

doch jetzt nicht alles gewesen sein:die Reise die Vorbereitung,der lange Tag der noch kommen sollte.alles weil Idioten im Wasser Ballet spielen???eine Helferin fand meine Brille wieder,mein

Schädel brummte und das gesamte Feld schwamm an mir vorbei.ich wurde gefragt ob ich weitermachen wolle und so nahm ich nach einer unendlichen Zeit am Brett das Schwimmen wieder auf.der

weitere Verlauf war dann recht ok,weil das Feld ja auch nicht mehr so dicht war.ich die erwartete Ströung hielt sich in Grenzen.Dann der Schock beim Schwimmausstieg,ich habe eine ganze

Stunde und 20min im Wasser verbracht,heftig.Also,schnell das Salz abduschen,ab ins Wechselzelz und schnell aufs Rad.es sollte heute aber nicht viel mit "schnell" klappen.das erste Stück

auf dem Rad ging es in einer Runde durch Kona,bis zu einem Wendepunkt,zurück,dann die Palani Road hoch um dann den Highway bis nach Hawi zum Wendepunkt zu fahren.das erste Stück war ja

bekannt.der weitere Verlauf sah zunächst recht ähnlich aus.ein ständiges Auf und Ab.keine großen Berge,aber halt wellig und sehr unruhig.Irgendwo müssen 1500 Höhenmeter auf der radstrecke

ja auch herkommen.Alle 7 Meilen gab es Verpflegungsstände,an denen man heute Top versorgt werden sollte.wie uns hier erzählt wurde war das nicht immer so.ich trank reichlich,denn bereits

um 7uhr beim Schwimmstart brannte die Sonne gnadenlos.es wurde später eine Temperatur von 95 Grad Fahrenheit,was bei uns 35 Grad Celsius entspricht gemeldet.der Wind blies dazu heftig aus

allen Richtungen.leider sehr viel von vorne.am Ende vom Highway geng es nach links,eine Abfahrt hinab und dort kam mir die Spitze der Profis entgegen.Ein Abzweig nach rechts und es folgte

der Anstieg zum Wendepunkt nach Hawai,den ich leider sehr unterschätzt hatte.laut Höhenprofil hatte ich es für einen kurzen Hügel gehalten.doch komplett falsch eingeschätzt.ein doch sehr

langgezogenes Ding und heftiger Gegenwind,so das man sich doch sehr hochquälte.alles wollte bei mir heute nicht so recht,aber ich musste halt durch.wie es in diesem Rennen so oft kommt

drehte der Wind.für die einen später,die anderen halt schon eher.für mich leider zur Wende.oben angekommen,Verpflegung aufgenommen ging es dann zurück.auf der Abfahrt hatte ich bereits

große Probleme das Rad zu halten,da war es noch Seitenwind,nach der nächsten Kurve blies mich der Wind dann direkt von vorne weg.und das fast auf den gesamten 90km.zum Teil so heftig das

ich auf dem kleinen Blatt mit 160er Puls kurbelte und satte 18km/h fuhr.es machte zum Teil keinen Spaß mehr,aber was blieb mir anderes übrig als weiterzutreten?endlich tauchte auch

wieder der bekannte Teil der Strecke auf und ich konnte den restlichen Teil gut ein-und abschätzen!ich fuhr ruhig zum zweiten Wechsel,denn es solten ja noch 42 Laufkilometer folgen.

also Rad weg,Wechselbeutel her,Schuhe an und ab.die Beine fühlten sich zu diesem Zeitpunkt noch recht ok an.die Laufstrecke führte zunächst durch Kona durch,am Alli Drive in Richting

Appartment immer am Meer entlang,etwa 7-8km zum Wendepunkt.Auch hier immer wieder ausreichend Verpflegung alle 1,2Meilen.ich wollte aber nur klates Wasser und Eis,was ich mir immer

wieder über den Kopf schüttete.die Einheimischen saßen am Rand mit dem Programmheft in der Hand und suchten sich anhand der Startnummer die Namen der Teilnhemer raus um diese anzufeuern.

ein gutes Gefühl zu diesem Zeitpunkt.man lernte auch immer wieder Teilnehmer/innen kennen mit denen man ein Stück zusammen lief und plauderte.nach der Wende ging es dann  wieder zurück

Richtung Kona,ein echter Knackpunkt für mich in diesem Rennen.die Beine nicht mehr wikliuch frisch,der Kopf durch die Hitze und durch den Bumms im Wasser eh völlig weichgekocht ging es

dann am Zielberich vorbei mit der aussicht das man jetzt rauf zum Highway muss,noch etwa 27km vor sich hat und noch ins gefürchtete Energy Lab hinab laufen muss.aaber aufgeben kam nicht

in Frage.man traf am Rand auch immer wieder bekannte Leute,die einen aufmunterten.also,den Anstieg von der Palani Road rauf(sehr gemein zu diesem Zeitpunkt) und weiter geht.die gehpausen

häuften sich und die Sonne verschwand langsam in Richtung Meer.jetzt kamen mir immer noch Teilnehmer mit dem Rad entgegen.ich lief meinen Stiefel langsam aber beständig runter.dann

folgte der Abzweig zum Enery Lab,zunächst bergab mit Blick aufs Meer.ich hatte mir den perfekten zeitpunkt ausgesucht.ich erlebte einen unvergesslichen Sonnenuntergang zu einen Zeitpunkt

der besser nicht hätte sein können.Tja,also vom Daylight Finisher heute sprichwörtlich Meilenweit entfernt.Man sah zu diesem Zeitpunkt sehr viel Leid auf der Laufstrecke,Leute die

eigentlich perfekt austrainiert aussahen,wie man es auch in der Rennwoche sehr häufig gesehen hatte und die sich hier zum Teil kaum noch auf den Beinen halten konnten.Leute die erbrechend

am Rand standen und völlig fertig waren.vieles schoss einen durch den Kopf,nur halt kein Gedanke ans aufgeben.unten am Wendepunkt im Energy Lab gab es den stand der Eigenverpflegung wo

ich mir diverse Sachen bunkerte und ich freute mich schon endlich mal einen anderen Geschmack zu bekommen.und dann ging es den Weg vom Energy Lab zunächst wieder rauf zum Highway wo die

letzten 12km warteten.die Beine waren eigentlich ok,wenn ich lief,dann lief es auch ganz gut,nur der Kopf war nicht mehr aufs Lauftempo eingestellt und so wurde das ganze immer wieder nach

ein paar minuten unterbrochen.es lief aber hier fast keiner mehr,und im Gegenteil,ich machte hier eher noch Plätze gut,aber was zählte zu diesem Zeitpunkt schon eine Platzierung?Es  war

stockfinster auf dem Highway und alle hatten Leutbänder bekommen.ab 18uhr ist halt Schluß mit Tag auf Hawaii.Ich wollte nur noch ins Ziel,lies fast alle Verpflegungen liegen,ein mutiges

Unterfangen,aber ich wollte einfach auch nichts mehr aufnehmen.etwa 3km vor dem Ziel noch einmal ein langer Anstieg und dann war es fast geschafft,als ich oben aufder Palani Road abbog

für die letzten 2km bedeutete es das ich es geschafft habe,der Rest war nur noch Belohnung,endlich wieder Zuschauer die einen trugen und Gänsehaut pur auf den letzten 2km durch Kona.man

klatschte ab und lies sich feiern,unglaubliche Emotionen.dann die letzten 200m auf dem Teppich durch Ziel,gefeiert von den Leuten,denn heute war hier jeder ein held,egal ob nach 9std,oder

17std im Ziel.Das war die Belohnung für einen harten Tag,für DEN harten Tag.Ich bin Finisher bei der Ironman World Championchip 2009 auf Hawaii.Unglaublich nach den letzten Jahren,aber

ich habe es tatsächlich geschaftt.und ich möchte mich überall noch für die Unterstützung bedanken und allen danken die den tag mitverfolgt haben.Mir ging es nach dem Rennen erstaunlich

gut,konnte sogar noch mit dem Rad zum Appartment fahren.auch der nächste morgen fühlte sich gut an.Im Athlete Tracker unter folgendem Link: http://liveupdate.ironmanlive.com/ppv/wmf.php?rid=261&bib=1278

einfach meine Startnummer 1278 eingeben und dort findet man die nackten Zahlen und das Video zum Zieleinlauf.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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