Marcus Triathlon Blog

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Ironman 70.3 Gdynia

Rennberichte 2016Geschrieben von Marcus Ziemann Sa, August 13, 2016 20:03:26

Drei Wochen vor dem Ironman Vichy ging es am letzten Wochenende an die polnische Ostseeküste zum Ironman 70.3 Gdynia.

Die Anreise begann am Donnerstagabend, zunächst mit einer Übernachtung in Berlin, und wurde dann am frühen Freitagmorgen fortgeführt. Das Wetter war alles andere als toll, ebenso wie die polnischen Straßen im weiteren Verlauf. Was zunächst als Autobahn angekündigt war, waren mehr Landstraßen und Stadtstraßen. So dauerte der Hinweg mit 13:30 StD eine gefühlte Ewigkeit.

Am späten Nachmittag konnten wir noch die Startunterlagen abholen und wurden dabei schon kräftig nass. Im Anschluss wurde noch einmal zum Lockern die Ostsee getestet.
Samstag morgen zeigte sich Gdynia dann von der besseren Seite. Es war zwar noch kühl, aber zumindest zeigte sich die Sonne und so konnte man bei einer kurzen Ausfahrt die Beine lockern. Da bekam man schon den ersten Eindruck wo die 900 Höhenmeter vom Radkurs herkommen könnten. Den weiteren Tag konnten wir locker ausklingen lassen und ein wenig die Hafenstadt erkunden, welche sich nördlich von Danzig befindet. Ein Wochenende in Gdynia ist sicherlich mal zu empfehlen.

Nun zum Renntag. Früh um 5:45 klingelte der Wecker und so machten wir uns auf den weg Richtung Wechselzone. Das Wetter sollte sonnig werden, aber es war am morgen doch sehr kühl und vor allem war es sehr windig, was im weiteren Verlauf noch deutlich spüren sollte.

Um 8:40 erfolgte mein Start. Ein Schwimmstart vom Strand aus. Ich fand schnell einen guten Rhythmus Die Strömung zog uns gut ins Meer hinaus und so war das Tempo hoch. Bereits am Wendepunkt wurden die ersten Athleten aus der Gruppe eingesammelt die 10min vor uns am Start waren. Von da an wurde das Meer aber auch deutlich unruhiger. Ich befand mich noch in der Spitzengruppe und das Feld der vorderen Gruppe wurde immer dichter. Richtung Schwimmausstieg war es dann sehr voll und es waren auch Leute dabei,welche 20 Minuten und vorher gestartet waren. Da verlor ich doch irgendwann den Rhythmus und den Anschluss zur Spitze. So konnte ich nach 30min aus dem Wasser steigen, auf Platz 16 in der AK liegend. Nicht ganz schlecht bei 500 Athleten in der AK.

Der Wechsel war dann eher suboptimal und so ging es etwas genervt auf die 90 anspruchsvollen Kilometer.

Es dauerte nicht wirklich lange um zu bemerkten das die Wahl vom 90mm Vorderrad mal mehr als bescheiden war. Der Wind kam gefühlt von allen Seiten und ich hatte kaum Kontrolle über das Rad. An einer Aeroposition war kaum zu denken. Ab KM 15 ging es dann erstmal für 10km rauf. Wenn es dann aber mal flach war, oder in eine Abfahrt ging, dann wurde es direkt ungemütlich im Vorderrad. Die letzten 30km führten dann überwiegend bergab und konnten den miserablen Schnitt noch einmal steigern.

Etwas enttäuscht ging es dann den letzten Kilometer über Kopfsteinpflaster zurück in die Wechselzone. Ein Radkurs der mir eigentlich sehr liegen sollte und dann so eine Nummer mit dem Wind.

Der zweite Wechsel war dann ok und so konnte es dann auf die Laufpiste gehen. 3 Runden ging es durch den Hafen, die Innenstadt und an der Strandpromenade entlang. Super tolle Stimmung und eine echt gute Laufstrecke.
Ich konnte irgendwie nicht richtig schnell, aber unheimlich konstant im 4:50er Schnitt laufen. Zum einen fehlte der letzte Wille, aufgrund der Radzeit, zum anderen steht der Ironman Vichy vor der Tür. Aufgrund der gesundheitlichen Situation war der Kopf auch nicht so ganz frei. Ich denke aufgrund dieser Situation ist der Auftritt auch als durchaus stark zu bewerten.



So ging es dann alles in allem doch zufrieden in den Zielkanal um einen wunderschönen Zieleinlauf zu genießen.

Schwimmen und Lauf passte, Rad hätte vielleicht auch passen können. Der Wettkampf schreit nach Wiederholung. Super gelungenes Wochenende an der Ostsee das Lust auf Vichy macht !!!





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