Marcus Triathlon Blog

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Von der Herzschrittmacher OP 2005 bis zur Ironman Weltmeisterschaft auf Hawaii 2009 und dem Kampf gegen den Krebs 2010


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Ironman 70.3 Luxembourg

Rennberichte 2015Geschrieben von Marcus Ziemann Di, Juni 23, 2015 19:55:40
Nachdem ich mit vor kurzem noch gefreut habe das ich ich große Ausfälle durch die Vorbereitung kam, erwischte es mich pünktlich vor den großen Rennen recht heftig.
Nachdem ich zunächst Probleme im unteren Rücken hatte, folgten dann zum Teil Lähmungserscheinungen im linken Bein.
Die Untersuchungen dauern noch an und der Verdacht lautete zunächst Bandscheibenvorfall.
Trotz allem wagte ich mich zum Ironman 70.3 nach Luxembourg.
Dort traf ich recht gestresst von Arbeit und Stau am Freitag Abend ein und musste fix einchecken,um überhaupt am Samstag ins Rennen zu gehen.
Der Start sollte, recht ungewöhnlich, Samstags um 14:15 erfolgen.
Am Rennmorgen regnete es, bei sparsamen 8 Grad. Alles andere als Triathlon-Wetter und ganz und gar nicht mein Ding.
Vor dem Rennen hörte es zumindest auf zu regnen, es blieb aber recht kühl.
Pünktlich fiel der Startschuss. Wieder mal erwischte ich einen Top Start und konnte mich in meiner Gruppe an der Spitze festsetzen. In einer Gruppe von 5-6 Leuten hatten wir schnell die Startgruppe eingeholt die 10 min vor uns an den Start ging.
Nach der Wendeboje waren wir dann noch zu viert. Zwei Jungs erhöhten dann ab ca 1200-1300m das Tempo und ich musste etwas abreißen lassen.so kam ich auf Platz 3 am Schwimmausstieg an und wurde dort noch einmal abgefangen. Aber Platz 4 und eine neue Schwimm-Bestmarke von 25:37!!!!

Motiviert ging es in die Wechselzone, wo ich zunächst vergeblich meinen Wechselbeutel suchte.Wertvolle Zeit verging. Dieser war irgendwie nach hinten in den Ständer verrutscht.
Auf der Radstrecke ging es dann zunächst 20km flach an der Mosel entlang zum Wendepunkt und dann noch einmal 15km bis zum ersten Anstieg.
Bis dahin lief es, ähnlich wie im Wasser, einfach Top.
Ich konnte ein Tempo von etwa 38,3 Km/h im Schnitt fahren und fühlte mich Top.
Auch der Anstieg ging richtig gut. Danach folgte eine längere, kurvenreiche Abfahrt, ehe es in den nächsten Anstieg ging.
Was auch immer da passierte, es war nicht gut!
Aus dem Nichts kamen die Schmerzen im Rücken. Im linken Bein fehlte dadurch die Power und das zog meiner Motivation ganz schnell den Stecker. Schade eigentlich, da ich bis dahin wirklich ein Hammer Rennen lieferte, über das ich schon selber überrascht war.
Ich zog das Programm dennoch durch und brachte die 90km mit Anstand zu Ende.
Natürlich nicht mehr mit der Power vom Anfang, aber dennoch mit ordentlichen Werten.
Etwas Angst hatte ich dann natürlich vor dem Lauf. Was wenn der Rücken komplett dicht macht?

So ging es dann mit einer Handbremse auf den abschließenden Halbmarathon. Ich wollte einfach nicht alles riskieren, nur für ein paar Minuten. Jeder Schritt schmerzte im Rücken, aber dennoch blieben positive Gedanken und ich lief meinen Stiefel runter.

In Runde 4 war ich mir dann sicher das es bis ins Ziel gut gehen sollte und so konnte ich wenigstens etwas das Tempo anziehen.
Ich wurde ja auch diesmal anständig angefeuert und so ging es dann nach 4:58 Std in den Zieleinlauf.

Natürlich war es nicht die erhoffte Traumzeit, die sollte es aber auch nicht werden und die war auch mit den Rückenproblemen nicht zu erwarten. Im Gegenteil, ich hatte schon fast mit dem schlimmsten gerechnet.
So habe ich auch wenigsten für das Saison Highlight in Roth nichts weiter kaputt gemacht und auch die nötigen Körner über gelassen.
Der Abend und die Nacht waren dann nicht so toll. Ich habe durch die Schmerzen im Rücken kaum ein Auge zu gemacht und auch die Rückfahrt war recht unangenehm.
Mal schauen was die weiteren Untersuchungen ergeben.
Bitte nur keine weiteren Rückschläge, bevor jetzt 2 Langdistanzen innerhalb von nur 3 Wochen anstehen.
Ansonsten wieder eine tolle Veranstaltung in Luxembourg, mit toller Unterstützung. Nur leider ohne das passende Wetter. vielleicht ja dann in Roth......

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