Marcus Triathlon Blog

Ironman 70.3 RügenRennberichte 2017

Geschrieben von Marcus Ziemann Fr, November 03, 2017 21:59:49

Nach dem harten Ironman Nizza ging es zur körperlichen und mentalen Auszeit zum Urlaub in die Dominikanische Republik. Dort ging es darum auch einmal abzuschalten und den Sport mal zu vergessen. Klappte ganz gut, denn außer schwimmen im Meer war eh nicht viel möglich.
Gegen Ende des Urlaubs kam mir die Idee evtl noch beim 70.3 Ironman Rügen zu meldeen und das ganze als Training für Malaysia zu nehmen. So meldete ich relativ spät nach und nach einem kurzen Einstieg ins Training ging es dann auch schon zum Ostseebad Binz in den Norden.
Bei der Anfahrt am Freitag zeigte sich der Norden schon von seiner schmuddeligen Seite und das hielt auch bis in den Samstag an. Immer wieder Regenschauer und kühle Temperaturen um 15 Grad.
Zum Renntag sollte sich das Wetter aber bessern und das tat es auch. Bereits am Abend gab es klaren Himmel und so zeigte sich Binz von seiner schönen Seite.
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Am Rennmorgen war auch das Meer schön ruhig und auch die Sonne blinzelte. Als wenn jemand das Wetter bestellt hätte.Dennoch war es für mich viel zu kühl.
Vor dem Schwimmstart machte ich dann auch den ersten Wassertest und ich fand die Ostsee wirklich ganz schön schattig.Blog imageNützte alles nichts. Im Rolling Start ging es dann für die Rund 1500 Athleten ins kühle Nass. Ich fand zunächst meinen Rythmus, aber Horden von Quallen irretierten mich immer wieder. Anders als bei meinem Quallen Problem 2016 in Südafrika waren diese hier aber scheinbar harmlos.
Mit einer Schwimmzeit von etwas über 30min ging es dann aus dem Wasser.
Blog image Es folgte dann aber ein 1km langer Landgang bis zum Bahnhof, wo sich die Wechselzone befand. Dadurch wurden die Schwimmzeiten natürlich enorm verlängert. Auch die Wechselzone selber war noch einmal recht lang.
Dann ab aufs Rad. Zunächst etwas besorgt ob es nicht etwas zu kühl ist. Aber schon nach kurzer Zeit war ich voll drin im Rennen . Kopf runter und ab.Blog image
Ein paar Wellen , aber eine sehr gut zu fahrende Strecke. Es machte Spaß auf dem Rad und das zeigte sich auch in der Leistung, die sich bei rund 220w einpendelte.
Blog image In der zweiten Runde wechselte der Wind etwas und es wurde geringfügig langsamer. Aber alles gut. Und so konnte ich dann nach gut 2:27 das Rad in der zweiten Wechselzone abstellen.
Blog imageUnd ich hatte Lust auf mehr. Inzwischen war die Sonne dann auch schon recht warm. Die Strecke gut mit Zuschauern gefüllt und die Beine eigentlich ganz gut. Eigentlich....
Durch die kühleren Temperaturen und das kühle Wasser hatte mein Rücken doch nicht mehr die Lust auf die 21,1 Kilometer Lauf.
Aber wir machen nun mal Triathlon und der ist halt nicht nach dem Radfahren beendet. Und vor allem sollte es die Laufstrecke hier auf Rügen in sich haben. 2 1/2 Runden waren zu Laufen und dabei ging es pro Runde je einmal hin und wieder zurück über eine ordentliche Rampe. Diese stellte auch eine Bergwertung, bei der es einen Sonderpreis zu gewinnen gab. Rauf ging eigentlich noch ganz gut, aber runter schmerte doch sehr im Rücken. Die Laufstrecke war aber dennoch toll, vor allem durch die Innenstadt von Binz. Blog image
Etwas enttäuscht über die Laufzeit, aber dennoch glücklich bog ich dann in den Zielkanal ab und freute mich über einen gelungenen Tag. So hat sich mein Trainingsausflug in den Norden doch gelohnt
Bei schönen Wetter ist es wirklich ein toller Wettkampf . Witzig war auch, bei meinen unzähligen Ironman und 70.3 Starts war dies tatsächlich mein erster Start auf deutschen Boden.
Und vielleicht komme ich ja wiederBlog image


Ironman NizzaRennberichte 2017

Geschrieben von Marcus Ziemann Mi, September 06, 2017 22:43:47

Am 23.Juli stand dann, nach den beiden Mitteldistanzen, ein weiteres Saison Highlight auf dem Plan. Nach dem Ironman Vichy im letzten Jahr, gabe es erneut einen Sommer Ironman in Frankreich. An der wunderschönen Côte d’Azur wartete diesmal der Ironman Nizza. Aufgrund der knüppelharten Radstrecke und der hohen Temperaturen wieder mal ein Ironman der härteren Sorte.

Die Wochen vor dem Rennen waren im Job furchtbar stressig und ich kam erst am Mittwoch vor dem Rennen aus Dresden zurück. 600km zurück von der Arbeit, um direkt 1300km nach Südfrankreich durchzustarten.Und es war quasi nichts organisiert und gepackt.Blog image

So fuhren wir also zu fünft in der Nacht gen Süden. Nach 14-15 Stunden kamen wir in Nizza an. Die Unterkunft befand sich, etwa 4km von Start/Ziel, direkt an der Rad- und Laufstrecke.

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Am nächsten Tag wollten wir dann die Startunterlagen einsammeln und auf der Messe stöbern. Wurde nichts draus, das Messegelände wurde wegen Sturm gesperrt. Hoffentlich nicht die Bedingungen für Sonntag, dachten wir uns.
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Im Anschluss fuhren wir mit dem Auto die Radstrecke ab, was meine Laune weit nach unten trieb. Zwei Anstiege a 20-25 km und gefühlte 100km bergauf warteten auf uns. Zum Glück verfuhren wir uns in der Mitte etwas, denn den ausgelassenen Teil wollte ich wohl gar nicht sehen.

Die Strecke bot wirklich eine atemberaubende Natur, aber auch einen hammerharten Kurs.

Noch viel schlimmer für mich, die 60km mit rasanten Abfahrten ab Km 120.

Bekanntlich sind solche Abfahrten mit 60.80 km/h und Serpentinen überhaupt nicht mein Ding.

Und in der folge machte mir das mental auch sehr zu schaffen. Freitagabend ging es dann zur Welcome Party . Und ich muss sagen es war mit das beste was ich je vor dem Rennen hatte. Super Flair unter freien Himmel und eine tolle Verpflegung.
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Am Samstag ging es dann kurz für ca 45min aufs Rad um die Beine zu lockern.
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Danach dann Wechselbeutel packen und Räder einchecken. Es blieb noch Zeit ein wenig am Strand . Und dort begann der Kopf wieder Kirmes zu spielen. Wie ein Hund der sich gegen das Wasser wehrt, so wehrte sich irgend etwas in mir gegen diese Radstrecke, diese Abfahrten. Ich wollte einfach nicht!!!

Die Nacht zum Rennen war ganz ok. Um 3:30 klingelte der Wecker. Nach einem kurzen Frühstück ging es dann mit dem Auto in Richtung Start. Dort verlief alles reibungslos und so standen wir um 6:30 pünktlich am Start der knapp 4km im warmen Mittelmeer. Ich kam zunächst gut durchs Wasser. Die Sonne ging wunderschön über dem Meer auf und mein Tempo war mit 1:37/100m im Plan.

Nach etwa 1000m machte es plötzlich "klick" im Kopf. Von einem Moment auf den anderen war alles aus. Ich hatte keine Lust mehr auf Triathlon, auf Wettkampf. Nein, nicht auf heute, gar nicht mehr!!! Ich machte mit Gedanken wie ich aus allem sauber raus komme. So dachte ich den Rest der Radstrecke nur darüber nach wie ich auf die anderen treffe um ihnen mitzuteilen das ich aus dem Rennen bin. Nach einer Weile kam ich zu dem Entschluss noch aufs Rad zu wechseln und mich dann mit dem Rad vor das Apartment zu setzen und zu warten. Dementsprechend ging ich lustlos auf die weiteren , knapp 3000m.

Nach 1:13 stieg ich dann aus dem Mittelmeer, was mir zunächst völlig egal war. Langsam und locker wechselte ich aufs Rad und machte mich auf meinen Plan zu erfüllen und die 4 km zum Apartment zu rollen.

Es war früh morgens schon gut warm, eigentlich ein herrlicher Tag. Eigentlich, wenn da nicht eine totale Blockade im Kopf wäre. So rollte ich die Promenade des Anglais in Richtung Flughafen. Schnell war ich auf Höhe unseres Appartments. Aber irgendwie war der Kopf unten, in Rennhaltung und so rollte ich einfach weiter.

Na gut, dachte ich mir, versuche ich es. So änderte ich alles auf Race Mode und nahm Fahrt auf. Ein paar Minuten später wurde ich direkt bestraft. Ein fieses stechen an der Lippe. Ich dachte direkt an einen Insektenstich und fasste mir an die Unterlippe. Plötzlich hatte ich Ameisen am Finger, die bei mir am Mund rum machten. Höllenschmerz, aber ich musste schon selber über die Situation lachen und so änderte sich meine Laune immer mehr.

Nach etwa 20km ging es links ab und eine richtig steile Rampe rauf. Nur ein paar Hundert Meter lang, aber recht steil, so das die ersten schon ihr Rad schieben mussten.

Danach ging es direkt in den ersten 20km langen Anstieg über. Seit beginn des Radsplits hatte ich etwas Magenprobleme ,was eventuell am Salzwasser lag. So musste ich an der ersten Verpflegungsstation den ersten Dixi Stop einlegen und verlor weitere Minuten.

Am zweiten Verpflegungspunkt dasselbe Spiel. Ansonsten lief es auf dem Rad gar nicht so übel. Was mich enorm störte, auf der Rennstrecke fuhren teilweise Autos und man musste immer wieder aufmerksam sein. Sogar in kürzeren Abfahren kamen teilweise Autos entgegen. Ein Unding, wenn man bedenkt das man knapp 600€ für einen Ironman Nizza hingelegt hat.

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Irgendwann kam ein Abzweig nach rechts, den wir dann als Wendepunkt ca 2km fuhren. Da lag dann auch der Fehler als wir die Strecke mit dem Auto abfuhren. Wir sind dort weiter geradeaus gefahren.

Danach folgte ein Aufstieg der an eine Tour de France Alpen Etappe erinnerte. 25km übelst den Berg hinauf bis km 100. Aber mit einer gigantischen Aussicht. Im oberen Teil konnte man schön hinab schauen und man sah die Kette von Athleten, die sich auf der Strecke nach oben quälten. Teilweise standen auch Athleten erschöpft und erbrechend am Rand. Es war inzwischen auch schon sehr warm.

Oben folgte dann ein 10km langer Abschnitt der komplett flach war und eigentlich der Erholung dienen sollte. Wir hatten dort aber so abartigen Gegenwind, das wir uns kaum auf dem Rad halten konnten.Blog image

Kurz danach holte ich dann auch Jörg ein und ein paar motivierende Worte sind Balsam für die geschundene Ironman Seele. Ein letzter Anstieg lag vor uns, bevor es dann in rasanten Abfahrten lange nach unten ging. Das lief für mich besser als erwartet. Dennoch holten mich in der Abfahrt wieder einige Athleten ein und vor allem war ich dann froh irgendwann wieder auf Meeresspiegel Höhe zu sein. Die letzten 20km gingen dann wieder flach Richtung Nizza und vor allem hier konnte ich mir wieder einige Athleten holen.

So war es fast schade das ich nach 180km mit dem Rad in die zweite Wechselzone einbog. Langsam machte es Spaß.

Der Wechsel in die Laufschuhe verlief reibungslos und mit einem guten Gefühl ging es auf die Laufstrecke. Ich merkte aber das mir die Hitze heute zu schaffen machte. Die Sonne brannte gnadenlos. So nahm ich an den Verpflegungen alles mit was ich kriegen konnte. Und das war heute sehr enttäuschend für solch einen Wettkampf. Kein Eis, keine Schwämme, keine richtig kalten Getränke und nicht mal Gels gab es auf der Laufstrecken. Ganz klar Daumen runter was die Verpflegung anging. So blieb es bei der Hitze nicht aus das immer mehr völlig erschöpft und regungslos am Streckenrand lagen. Und selbst da machte ich mir Gedanken um die Versorgung dieser "Leichen".

Ich war inzwischen voll drin, doch das Tempo war durch die ständigen Boxenstopps an den Aid Stations nicht wirklich hoch. Wobei ich mich auf der Laufstrecke doch sehr nach vorne arbeitete und vom Schwimmen n über 600 Plätze gut machte.

4 Runden waren zu laufen, mit Wendepunkt am Flughafen. Also 4 mal 5,3km und zurück. Am letzten Wendepunkt zog ich das Tempo wieder deutlich an und lief die letzten 5,3km wieder sehr ordentlich. Leider hat man durch den Rolling Start seine Startzeit nicht immmer genau im Blick und so wusste ich nicht genau wo ich stehe.

Eine Zeit von 12:02 wurde es am Ende. Meine langsamste Zeit, wenn man vom Ironman Arizona während der Krebszeit absieht. Sicherlich nichts das was ich mir vorgenommen hatte. Aber wenn man betrachtet das es Gesamtrang 322 von rund 2500 Athleten bedeutete, dann weiß man welche Bedingungen an diesem Tag herrschten.

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Für mich war es auch eher ein Sieg über mich selber. Ich möchte nicht darüber nachdenken,was es angerichtet hätte, wenn ich ausgestiegen wäre. So war meine 24 Langdistanz dann doch erfolgreich und irgendwie kann man dann doch stolz sein.

Zeit für eine mentale Pause, um den Kopf wieder auf Vordermann zu bringen
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Challenge GeraardsbergenRennberichte 2017

Geschrieben von Marcus Ziemann So, September 03, 2017 21:47:01

Nur zwei Wochen nach dem Ironman 70.3 Luxembourg und 3 Wochen vor dem Ironman Nizza stand die Challenge Geraardsbergen auf dem Plan. Blog imageGeraadsbergen liegt in der Provinz Ostflandern, etwa 40 km westlich von Brüssel und südlich von Gent.

Die Stadt Geraardsbergen ist bekannt durch die Flandern Rundfahrt und der berüchtigten "Muur van Geraadsbergen". Ein etwa 1,5 km langer Anstieg im Ortskern, mit einer durchschnittlichen Steigung von 9,6% und einer maximalen Steigung von 20%. Das ganze auf Kopfsteinpflaster, hinauf zu einer kleinen Kapelle.

Wir reisten freitags zum Rennen an und die knapp 300 Kilometer wurden zur Tortur Fast 8 StD quälten wir uns durch den Stau.

Noch rechtzeitig die Startunterlagen abgeholt, ging es dann zum 40 Kilometer entfernten Hotel. Mitten auf dem Land, völlig im nichts.

Die Wettervorhersage sagte für das Wochenende nichts wirklich Gutes voraus, was mir für die Radstrecke wirklich Sorge bereitete.

Die Pasta Party am Abend war wirklich gut. Zwar schlicht gehalten , aber wirklich mit gutem Essen und reichlich Auswahl.

Am Folgetag das übliche Prozedere. Kurz aufs Rad und Material Check und am Nachmittag dann einchecken der Räder am See. Insgesamt vom Ablauf und der Organisation absolut zufriedenstellend.

Die Strecke beinhaltete zwei Wechselzonen. Die erste am See, die zweite in der Stadt.

Am Rennmorgen ging es dann direkt zum See. Zunächst sah das Wetter noch gut aus und ich hatte noch die Hoffnung das ich trocken über die Radstrecke kommen könnte.

Der Schwimmstart erfolgte auch hier mittels "Rolling Start". Da wir spät in die Startbox gingen, mussten wir fast vom Ende des Feldes starten. Ich legte sofort ein hohes Tempo vor und konnte dies auch komplett durchziehen. So pflügte ich mich komplett durch das Feld und arbeitete mich weit nach vorne. Bis auf Platz 26 im Gesamtfeld, bei etwa 40 Profis im Feld!!! Mit einer Top Schwimmzeit von 26:15 konnte ich das Wasser verlassen und merkte direkt beim Schwimmausstieg das es bereits am Regnen war. 17 Grad und Regen, ein Horror für mich!

Dennoch legte ich ganz gut los. Da ich als Test für den Ironman Nizza mit dem Rennrad und nicht mit dem Triathlon Rad am Start war, hatte ich keine Wattmessung und fuhr rein nach Gefühl. Das brachte mich lange, sehr gut,über den mit 1100 Höhenmeter gespickten Kurs.
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Zahlreiche Anstiege, die mir sehr lagen. Das erste Problem war die lange Abfahrt ins Dorf, ehe es dann im Ortskern zur Muur hinauf ging. Blog imageDa war plötzlich Schluss mit lustig. Durch das nasse Kopfsteinpflaster fand ich einfach keinen Griff und rutschte fast rückwärts wieder den Berg runter. Viele Athleten hatten diese Probleme, so auch die beiden führenden Profis. Andere wiederum konnten ohne Problem rauf fahren. Bereits im unteren Teil hatte ich Probleme und so musste ich 1 Kilometer mit Radschuhen den Anstieg, mit Rad in der Hand, hochwandern.Blog image
Das kostete mich auf beiden Runden rund 2 x 10 Minuten. Aber Sicherheit geht vor und ich hatte keine Chance fahren dort hochzukommen.

So war ich dann auch froh das ich nach gut 2:50 Stunden das Rad in der zweiten Wechselzone abstellen durfte.

So ging es dann auf die 21,1 Kilometer lange Laufstrecke. Inzwischen kam dann auch die Sonne. Wie auf der Radstrecke , hatte auch die Laufstrecke eine "Muur van Geraardsbergen". Dreimal ging es einen steilen Anstieg mit Kopfsteinpflaster zum Marktplatz rauf. Dort herrschte eine tolle Stimmung. Eine tolle, sehr abwechslungsreiche Laufstrecke. Es ging zu einem Sportplatz rauf, dann wie bei einem Crosslauf über eine Brücke in den Wald und zurück in die Stadt.

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Eine fast identische Laufzeit wie in Luxembourg brachte mir dann eine Zeit knapp über der 5 Stunden Marke. Wenn man die beiden "Bergwanderungen" abzieht, dann wäre es sogar recht schnell geworden.

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Es sollte eh nur ein Trainingstag für Nizza sein und das Rennen fand auch aus dem vollen Training heraus statt.

Also alles auf grün für den Ironman Nizza in 3 Wochen.

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Challenge Geraardsbergen, eine nette und gut organisierte Veranstaltung für kleines Geld. Daumen hoch!



Ironman 70.3 LuxembourgRennberichte 2017

Geschrieben von Marcus Ziemann Sa, September 02, 2017 21:12:17

Am 19. Juni ging ich bereits zum vierten mal in Remich an den Start des Ironman 70.3 Luxembourg.

Öfter war ich nur beim 70.3 Antwerpen und beim Ironman Austria am Start. Eigentlich mag ich das ja nicht so und bevorzuge immer wieder neues zu entdecken.

Ein Rennen wie Luxembourg ist aber leicht zu organisieren. Knapp 300 km Anreise und eine insgesamt perfekte Organisation Dazu immer wieder ein nettes Wochenende im kleinen Nachbarstaat und ein verlässlich gutes Hotel.

Anders war diesmal das der Renntag auf den Sonntag gelegt wurde. Hat Vorteile und auch Nachteile. Sonst war es freitags mit der Anreise nach der Arbeit, den Startunterlagen und dem einchecken vom Rad sehr eng und stressig. Dafür hatte man den Abend nach dem Rennen noch den Abend in Luxembourg und konnte sonntags gemütlich zurück.

Diesmal hatte man freitags eine entspannte Anreise, konnte samstags alles in Ruhe regeln, so hatte man aber nach dem Rennen den Stress mit der Heimfahrt.

Der Start der Age Group Athleten erfolgte am Sonntag ab 9:15 mit dem Rolling Start. Anders als sonst spielte diesmal der Wettergott mit und wir hatten wirklich Top Wetter und warme Temperaturen. Für manche sicherlich schon zu warm.

Das Schwimmen verlief nach Plan und so konnte ich nach 30min wieder aus der Mosel steigen und aufs Rad wechseln. Hier wartete, die mit 900 Höhenmeter gespickte Radstrecke.Blog imageBlog image
Ich konnte von Anfang an meinen Rhythmus finden war diesmal echt gut unterwegs. Ich nahm die Abfahrten etwas mutiger als sonst und so konnte ich mit knapp 220 Watt und einer Zeit von 2:30 mein Rad in der zweiten Wechselzone abstellen.

Damit war ich diesmal auf dem Rad etwas flotter unterwegs als sonst.

Sorgen machte ich mir etwas um den Lauf, aufgrund meiner Rückenprobleme.

Inzwischen war es auch schon etwas warm. Es lief aber ganz ordentlich, ich fand mein Tempo und konnte dies auch halten.

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Problem nur das ich aufgrund der Rückenproblematik nicht das ganz hohe Tempo laufen kann, weil es an der feinen Lauftechnik hapert. Dafür bin ich aber vom ersten bis zum letzten Kilometer konstant durchgelaufen.
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Vierter Start in Luxembourg, zum vierten mal unter der 5 Stunden Marke. 4:58 diesmal und ich konnte zufrieden sein.
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Das machte Mut für die nächsten Aufgaben. Der Hunger war geweckt!


Ironman South Africa 2017Rennberichte 2017

Geschrieben von Marcus Ziemann Mo, April 17, 2017 15:46:21

Blog imageEin gelunger Auftakt in die neue Wettkampf Saison!

Bewusst habe ich mich vor dem Wettkampf zurück gehalten. Natürlich war ich ganz gut trainiert. Aber die Situation mit dem Herzschrittmacher war neu.

Ende November war die Saison mit dem Ironman Fortaleza beendet und im Dezember gab es eine wohlverdiente Pause. Danach sollte im Januar der Austausch vom Herzschrittmacher stattfinden. Seitdem lebe ich ein wenig als Versuchskaninchen. Somit war die Vorbereitung für den Ironman Südafrika viel zu kurz. Es fehlte natürlich an vielen Sachen. Keine langen Ausfahrten über 4 StD, überhaupt nur ein einziges mal draußen gefahren. Ein einziges Koppeltraining. Keine richtig langen Läufe um 30 km, kein Intervalltraining. Und so ging es dann am 24.03 nach Port Elizabeth.

Von Johannesburg ging es rund 1100 km mit dem Auto runter an die Nelson Mandela Bay. Die Tage vor dem Rennen waren erlebnisreich und wirklich spaßig. Somit konnte ich gut abschalten und entspannt in Richtung Renntag blicken.

Das Intervalltraining auf dem Rad,wenige Tage vor dem Rennen, lief großartig und machte Lust auf mehr.

Für den Renntag waren Temperaturen um die 33 Grad und ordentlich Wind angesagt. Somit keine leichten Bedingungen, aber natürlich mein Ding.

Am Renntag klingelte um 3:30 der Wecker und der Tag nahm seinen Lauf. Im Hotel war liebevoll das Frühstück angerichtet und ohne besondere Vorkommnisse ging es runter zur Wechselzone. Es war nur ein kurzer Fußweg von ca 1-1,5 km vom Hotel zum Start. Kurz die Flaschen ans Rad und die letzten Vorbereitungen getroffen und so ging es dann Richtung Start.Blog image
Um 6:30 erfolgte der Profi Start und um 6:45 durften die Athleten dann per Rolling Start ins Wasser. Ich hatte mich mitten in der Menge eingereiht und so erfolgte mein Start etwa 30min nach dem ersten Age Group Start.Blog imageBlog image

Der Weg raus zur ersten Boje fühlte sich noch gut an, ab da verlor ich aber erneut das Wassergefühl und vor allem auch jede Orientierung. Ich kam völlig von der Strecke ab und wurde von einem Boot korrigiert und wieder in die Spur gebracht. Nach einem ordentlichen Umweg verlor ich völlig die Motivation und hätte am liebsten schon das Rennen beendet.

So war ich froh, das ich nach dem völlig missratenem Schwimmen wieder Boden unter den Füßen hatte. Der Wechsel war ok, aber ich sah in der Wechselzone bereits das viele Räder der guten Athleten bereits unterwegs waren. Trotzdem ließ ich mich nicht aus der Ruhe bringen. Ich zog mein Ding durch und fuhr sehr kontrolliert.Blog image
Es ging über zwei Runden a 90km. Mit Wind im Rücken ging es zum Wendepunkt nach 45km. Ab da wurde es auch langsam deutlich wärmer. Weiterhin hatte ich meine Leistungswerte im Auge und überzog nicht. Trotzdem konnte ich viele Plätze gut machen. Nach 90km ging es dann auf die zweite Runde. Die Stimmung am Wendepunkt war Top und machte Lust auf mehr. Ich merkte aber schnell das der Wind drehte. So ging es plötzlich mit Gegenwind raus zum Wendepunkt und von dort mit Rückenwind zurück zur Wechselzone. Blog image
Ich liebe diese Radstrecke. Zwar ist der Asphalt sehr rau und die Straßen sehr unruhig. Aber man wird mit einer traumhaften Kulisse entschädigt und die Strecke hat es halt in sich. Auf den letzten 45km zurück zur Wechselzone war ich auch endgültig drin im Rennen. Die Motivation war da und ich zog deutlich an. Mit einem 36er Schnitt ging es zurück zum Summerstrand Beach.

Eine Radzeit von 5:37 war die Vorgabe vom Coach und nach 5:33 konnte ich das Rad in T2 abstellen. Ich merkte das ich reichlich Körner übergelassen hatte und ich hatte einfach Bock aufs Laufen. Es war inzwischen echt warm , aber auch sehr windig. Anhand einiger Athleten merkte ich an den Wendepunkten wo ich stehe. Ich konnte immer weiter Boden gut machen. Bereits auf dem Rad konnte ich 100 Plätze in meiner Altersklasse gut machen und 600 Plätze im Gesamtfeld. Und es ging beim Laufen noch deutlich mehr.Blog image

Es lief einfach......bis Kilometer 16! Plötzliches Seitenstechen machte mir das Leben schwer. Ich nahm zunächst etwas raus, versuchte ruhig zu atmen, zu trinken. Es half nichts und ich musste kurz gehen. Ich versuchte mich zu strecken und den Körper zu beruhigen. Irgendwie half aber alles nichts. So schaltete ich den Kopf aus und ignorierte die Schmerzen, biss auf die Zähne und wurde nach etwa 3km Leidenszeit belohnt. Entweder waren die Schmerzen weg, oder ich merkte halt gar nichts mehr. Ich war wieder voll im Flow und die Aufholjagd ging weiter.Blog image

Ich habe diesen Tag genossen und nach 10:57 einen tollen Zieleinlauf, begleitet von TV Kameras, genießen.Blog image

Insgesamt ging es nach dem Schwimmen noch 130 Plätze in der Altersklasse und knapp 800 Plätze im Gesamtrang nach vorne..
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Die Ironman African Championship 2017 Nelson Mandela Bay, ein unvergessliches Erlebnis und ein toller Auftakt in die Saison 2017.Blog image


Ich hoffe demnächst auch den vollständigen Rennkalender bekannt geben zu können.







Ironman FortalezaRennberichte 2016

Geschrieben von Marcus Ziemann So, Dezember 18, 2016 11:05:22

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Vier Wochen ist das letzte große Rennen des Jahres nun her. Zeit das ganze endlich mal in Worte zu fassen.

Die Vorbereitung für den Ironman Fortaleza lief nicht ganz optimal. Zum einen Stress im Job und zum anderen 3 Wochen vor dem Brasilien noch ein 2 wöchiger Florida Urlaub. Natürlich herrlich zum entspannen, aber in der heißen Phase 3 Wochen ohne Rad Training ist dann auch alles andere als optimal.

Dazu wusste ich ja das nach dem Rennen die OP mit dem Herzschrittmacher auf mich warten sollte, was für den Brasilien Trip und dem Rennen eine Herausforderung für den Kopf darstellen sollte.

So ging es dann am 11.11 in den Flieger nach Brasilien. Ein neues Abenteuer sollte mich erwarten, da ich zuvor noch nie in Südamerika war. Was man so über Fortaleza gelesen hatte, flößte schon ein wenig Respekt ein. So nimmt Fortaleza Rang 7 in der Liste der weltweit gefährlichsten Städte der Welt ein. Ich kann es aber vorweg nehmen, ich fühlte mich immer willkommen und gut aufgehoben. Ich habe aber, trotz Südafrika und Mexiko, noch nie so viel Armut, Müll und heruntergekommene Häuser gesehen. Es ist einfach eine andere Welt, was aber nicht negativ gemeint ist.

Man muss halt nicht immer alles perfekt haben.

Vor dem Rennen versuchte ich vor Ort ein paar letzte Trainingseinheiten abzuspulen, was sich aber als schwierig heraus. Schwimmen war an den Stränden kaum möglich, da 3-4 Meter hohe Wellen das verhinderten. Rad Training war sehr schwierig, da die zu der einen Seite eine 3 Mio Einwohner Metropole auf mich wartete und zur anderen Seite warteten völlig kaputte Straßen und Viertel in denen man besser nicht Rad fährt und läuft.

Das andere Problem auf dem Rad war der heftige Wind, der stetig mit 30-40 km/h blies, mit Böen von 60-70km/h.

Das gute war, das es für das Rennen keine Überraschung geben konnte. Wenn man morgens aufstand, wusste man wie der Tag wird. Der Wind war immer da und morgens um 8 Uhr war es bereits brutal heiß.

Dort am Äquator ist die Sonneneinstrahlung eine ganz andere. Die Sonne steht morgens um 8 Uhr bereits hoch am Himmel, So wie es hier im Sommer selbst bei 40 Grad nie sein wird.

Vor dem Rennen unternahm ich noch einige Ausflüge und kann nur sagen das wirklich beeindruckende Seiten vom Bundesstaat Ceara kennenlernen durfte.

Organisatorisch verlief vor dem Rennen ebenfalls alles optimal. Zwar gab es das sprachliche Problem, da wirklich kaum einer englisch spricht, aber trotzdem war der Ironman Top organisiert.

Nun zum Renntag. Der Start sollte bereits um 6 Uhr erfolgen. So machte ich bereits am Vorabend meine Radflaschen für das Rennen fertig und packte dieses ins Eisfach. 2 Gelflaschen hinter dem Sattel und eine Profile Flasche am Lenker. So packte ich vor dem Start die eisgekühlten Flaschen ans Rad.Blog image

Um 6 Uhr dann die erste Start Welle. 10min später erfolgte dann mein Start. Um 4;30 wird es dort bereits hell und die Nacht Temperaturen lagen bei 25-27 Grad. Das Wasser war mit 28 Grad ebenfalls warm. Der Schwimmkurs war ein Rechteck zur linken Seite, danach ein Landgang, um dann noch einmal raus zu schwimmen und dann nach rechts in den Hafen abzubiegen. Etwa zur Mitte der ersten Runde war es wirklich grausam. Das Meer war so unruhig, das man nie einen Rhythmus finden konnte und man auch nie sehen konnte, wo man eigentlich hin schwimmt. Gefühlt war meine Performance zum Landgang gar nicht so schlecht. Die Zahlen sprachen andere Bände. Zur zweiten Runde ging dann fast gar nichts mehr. Es gab zum schwimmen aber schon viele Ausfälle und Leute die es nicht im Limit schafften. Die Strecke war mit rund 4500m auch deutlich zu lang.Blog image

Auf jeden Fall hat das Schwimmen deutlich zu viel Körner gekostet.

Auf dem Rad ging es dann Rund 60km raus,dann zur Hälfte zurück, erneut zum Wendepunkt und dann die letzten 60km komplett zurück. Der Wind blies zunächst im Rücken, was bedeuten sollte das die 30km zum Wendepunkt gegen den Wind gingen und komplett die letzten 60km zurück zur Wechselzone.

Die ersten 10km aus der Wechselzone ging es durch die Stadt.
Blog imageEin grausames Bild mit zerfallenen Häusern und viel Müll und kaputten Straßen. Danach wurde es einsamer und es ging auf einen Highway.

Nach etwa 20min nahm ich den ersten Schluck aus meiner Flasche am Lenker und stellte fest das alles bereits sehr warm war. Ich nahm alle 10km neue Flaschen auf, um zu kühlen. Aber die Flüssigkeit vermischte sich nicht, so kam ich kaum an kalte Getränke.

Nach etwa 20km wollte ich dann Gel aus meiner Flasche hinterm Sattel aufnehmen. Ich merkte aber schnell das mein Gel kurz vor dem kochen stand, so warm war die Flasche. Ein widerlicher Geschmack. Ich musste insgesamt dreimal anhalten und mich übergeben. Somit konnte ich das ganze Rennen keine Gels aufnehmen. Damit war ein Finish eigentlich schon fast ausgeschlossen.

Mit einem 36er Schnitt kam ich hinten am Wendepunkt nach 60km an. Normalerweise Top, nicht aber mit dem Wind im Rücken. Denn nach dem Wendepunkt ging es kaum noch voran. Es war nicht nur körperlich brutal gegen diesen Wind anzufahren. Auch mental eine große Herausforderung. Nach etwa 5km setzte ich zum Überholvorgang an , was einem Kampfrichter auf dem Motorrad zu lange dauerte. So setzte es tatsächlich in meinem 22 Ironman meine erste Zeitstrafe.

Kurze Zeit später ging es durch ein Gebiet mit heftigen Waldbränden und man bekam kaum Luft. Ich musste mich erneut übergeben. Das alles gab mir den Rest. Ich hielt an und wollte eigentlich aussteigen. Ich stieg erneut auf und fuhr bis km 86. Dort wartete mein Penatlty Zelt auf mich. Zu meiner Überraschung sprach mit dort einer der Kampfrichter auf deutsch an, weil dieser junge Brasilianer eine Weile in Deutschland lebte. Das gab mir wohl neue Energie und so nahm ich nach der 5 minütigen Zeitstrafe das Rennen wieder auf. Die letzten 60km zurück zur Wechselzone waren wirklich brutal hart. Bei Kilometer 178 dann noch ein Schreckmoment. Ich fuhr durch ein heftiges Schlagloch, hatte aber Glück das ich mich auf dem Rad halten konnte.

Ein schönes Gefühl dann nach 182 Kilometern wieder die Füße auf dem Boden zu haben. Die ersten Meter Lauf fühlten sich auch wirklich gut an. Es war aber so brutal heiß, das ich mich am ersten Verpflegungsstand mit allem versorgte was ich greifen konnte.

Eis in den Einteiler, Eis unter die Kappe. Dazu kalte Schwämme und Wasser. Cola in den Rachen, um endlich Energie aufzunehmen und weiter ging es. So ging es dann von Aid Station zu Aid Station. Das machte natürlich den Lauf insgesamt langsam.

Aber wichtiger war es durchzukommen.
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Zu laufen waren 3x14km . In der letzten 14km Runde wusste ich das Rennen im Sack hatte und so erhöhte ich das Tempo und lies teilweise Verpflegung aus. So wurde dann auch die letzte Runde die schnellste. Die letzten 6km waren wirklich Top.

So konnte ich dann mit einem 200. Gesamtplatz und Rang 39 in der AK ins Ziel einlaufen. Es war eines meiner härtesten Rennen und so kann kann nur stolz sein gesund das Rennen nach Hause gebracht zu haben.
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Wie hart es war zeigt auch das ich in der Nacht nach dem Rennen eine 1,5 L Flasche Cola und Fanta ausgetrunken habe. 3 Liter Flüssigkeit in der Nacht da!

Aber schönes Rennen. Tolle Stimmung, tolles Rennen und eine große Herausforderung.

Ich wollte das Rennen auch für 2017 wieder in meinen Plan aufnehmen, aber leider wird es nur noch als 70.3 Rennen stattfinden

Bevor es an weitere Pläne geht, gilt es erst einmal die Herz Geschichte zu überstehen.

Bis dahin wünsche ich allen erst einmal besinnliche Festtage!

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Ironman Vichy 2016 - einer geht noch....Rennberichte 2016

Geschrieben von Marcus Ziemann Sa, September 17, 2016 22:26:02

Drei Wochen sind nun seit dem Ironman Vichy vergangen. Es wird dann langsam mal Zeit das geschehene in Worte zu fassen. Eigentlich reicht mein Ironman Vichy 2016 um ein ganzes Buch damit zu füllen! Selten, wirklich sehr selten lief eine meiner 21 Langdistanzen mal glatt., aber Vichy hat diesmal wirklich dem Fass den Boden ausgeschlagen. Aber der Reihe nach....

Am Donnerstag vor dem Rennen ging es die knapp 900km in den französischen Thermen Ort Vichy. Dort hatte ich ja bereits im letzten Jahr den Ironman 70.3 bestritten und kannte somit Strecke und Gegebenheiten. Hier in Deutschland war es mit gut 30 Grad ja schon recht warm, aber in Vichy war es mit 37-39 Grad noch einmal deutlich heißer.

Da ich ja zuerst für den Ironman Kopenhagen gemeldet war und erst später auf Vichy umgemeldet hatte, gab es erhebliche Probleme mit der Unterkunft.

Somit war die Unterkunft eine Blockhütte und das ganze etwa 40km vom Start entfernt.

Die Vorbereitungen mit Check-In und letzter Ausfahrt liefen reibungslos. Bereits Freitag Abend wurde, aufgrund einer Wassertemperatur von 25 Grad, ein Neoprenverbot ausgesprochen.
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Durch die Schulter- und Rückenprobleme für mich nicht optimal, aber aufgrund der Temperaturen völlig verständlich.

Am Rennmorgen klingelte der Wecker, aufgrund der längeren Anfahrt, bereits um 3:45.

Vor Ort lief die Vorbereitung reibungslos und planmäßig So war ich früh genug bereit zum Rolling Start. So wurden also die 2000 Athleten wieder per Einzelstart zu Wasser gelassen. Ich sortierte mich, aufgrund der bekannten Probleme, eher verhalten zwischen 1:05 und 1:10 ein. Wenn ich nur geahnt hätte was noch folgen sollte.....

Nach dem Sprung in den Lac d'Allier fand ich recht schnell meinen Rhythmus und es fühlte sich ganz gut an. An diesem Teil des Flusses befindet sich eine Regatta Strecke. Ich fad die Strecke aber etwas unübersichtlich. Aus dem Wasser heraus hat man einfach zu viele Bojen gesehen und ich konnte kaum einsortieren ob es die von der ersten, oder zweiten Runde waren. Völlig ein Gedanken schwamm ich auf eine kleine Boje der Regatta Strecke auf. Diese war aber nicht, wie ich eigentlich dachte, aus Plastik. Die Boje war steinhart und es machte in meinem rechten Mittelfinger laut knack. Der Finger war durch und es schmerzte einfach nur. Irgendwie rettete ich mich zum Landgang. Es ging dann über den Betonsteg und von dort mit einem Sprung in die zweite Runde. Vor mir tummelten sich einige Athleten und so konnte ich einfach nur kerzengerade ins Wasser Springen. Plötzlich schlug ich mit dem linken Fuß auf dem Grund auf und riss mir dabei einen Fußnagel raus. Das alles schon zur Hälfte der ersten Disziplin., schon nach etwa 35min von 10:30 bis 11:00 std Wettkampfdauer???

Ich rettete mich durch den Schwimmsplit und kam nach, unfassbaren 1:18 aus dem Wasser. Beim Wechsel zeigten sich die ersten Probleme. Schmerzen im Finger, offener Fuß.

Ab aufs Rad und auch hier zeigte sich schnell das es nicht einfach werden wird. Ich konnte mit der rechten Hand kaum bremsen. Vom letzten Jahr kannte ich auch schon den Zustand der Straßen. Rauher Asphalt und etliche Schlaglöcher machen den Kurs nicht wirklich schnell.

Nach einigen Kilometern merkte ich plötzlich wie mein Lenker immer weiter nach unten absackte. Ich krallte ich an den Extensions fest um etwas dagegen zu arbeiten. Das konnte aber auch keine 180km lang gut gehen. Es sollte aber das geringste Problem des Tages sein. Nach kurzer Zeit machte es dann zum ersten Mal ziiiiissssssch. Fuck, ein platten im Vorderrad. Zum Glück hatte ich mir am Vortag noch einen zweiten Schlauch an den Sattel geklebt. Schlauch gewechselt und weiter. Nach kurzer Zeit erneut ziiiiiiiiiissssssssch.....What the f......!?

Ich nahm erstmal mein Pannenspray zu Hilfe, welches sich aber schnell über das ganze Laufrad verteilte, da wohl ein größeres Loch im Schlauch war. Also nächsten Schlauch wechseln und weiter. Auch diesmal sollte die Fahrt nicht lange andauern. Lauter Knall und ein schnelles zisch und mein Rennen schien gelaufen. Ich hatte kein weiteres Ersatzmaterial zur Verfügung. Am Rand waren einige Zuschauer und so kaum ein Franzose mit Rennrad auf mich zu. Leider konnte er nur französisch, bot mir aber schnell einen Ersatzschlauch an. Dank Ventilverlängerung konnte ich diesen sogar nutzen. So ging es tatsächlich noch einmal auf die Piste. Dann passierte wirklich das unfassbare., zum vierten mal ein lauter Knall !!!!!!!!!!!!!

In einem kleinen Dorf mit ein paar Häusern kam es dann zu meinem vierten Platten, allesamt im Vorderrad!!!!!!!

Ich stellte das Rad an einem Kreuz, ab und setzte mich . Fassungslos sah ich mir an wie die Athleten an mir vorbei fuhren.Zwischendurch kreuzten auch einige Motorräder den Weg, aber kein Service in Sicht. Für mich war das Rennen beendet!!!!!

Einige Anwohner standen vor ihren Häusern und beobachteten mich. Einer kam plötzlich auf mich zu und sprach mit an, natürlich zunächst auf Französisch. Aber er war dann wenigstens halbwegs der englischen Sprache mächtig. Ich erklärte im meine Ausgangslage. So viel Pech ich an diesem Tag auch hatte, so viel Glück sollte ich jetzt haben. Er war ebenfalls Sportler und bot mir ein Vorderrad an!!!

Unglaublich. Ich bleibe mitten im nichts stehen und ein Franzose bietet mit ein Zipp Vorderrad an???? Ich nickte natürlich und er marschierte los und schleppte tatsächlich ein Laufrad mit an. Da ich inzwischen fast eine Stunde verloren hatte, hatte ich es nicht mehr sonderlich eilig. Wir tauschten uns aus, damit ich am nächsten Tag das Laufrad wieder zurück tauschen konnte. Und so ging es erneut auf die Strecke. Logischerweise war ich nun soweit hinten durchgereicht, das ich ein deutlich höheres Tempo als der Rest fuhr und somit auch keinen Anhaltspunkt mehr zum Mitfahren hatte.Woher ich an diesem Tag die Motivation herbekommen habe dieses Rennen zu beenden? Keine Ahnung, aber null Gedanken ans Aussteigen.

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Nach unendlichen 6:15 konnte ich dann das Rad in T2 abstellen und endlich in die Laufschuhe wechseln. Die ersten 5km konnte ich dann im 4:50er Schnitt anlaufen, aber aufgrund der Hitze und der, doch etwas angekratzten Motivation, nicht mehr lange halten.Blog image Die warmen Getränke nervten doch sehr und durch die Wasserschläuche waren die Schuhe schnell total nass und die Füße völlig aufgeweicht. In der vierten und letzten Laufrunde war es dann auch endgültig vorbei mit der Herrlichkeit. Ständige Seitenstiche wollten einfach keinen richtigen Lauf mehr zulassen. Die 11std Marke konnte ich eh nicht mehr abwenden und so watschelte ich dann irgendwann durchs Ziel.Blog image

Trotz allem aber ein wenig stolz, trotz dieser unglaublichen Schei..... an diesem Tag das Rennen beendet zu haben. Finger gebrochen, Fußnagel herausgerissen, 4 Platten.....und eine 11:xx. So sieht das kurze Fazit vom Ironman Vichy aus.

Nach meinem Finish konnte ich dann noch die Sichtweise der Athleten erleben, die sonst mit dem Cutt Off kämpfen.

Ich wechselte kurz meine Sachen und ging noch einmal auf die Laufstrecke, um meine Begleitung aus Seattle pünktlich und glücklich ins Ziel zu bringen.

Somit war der Ironman Vichy ganz sicher eine Langdistanz die man mit der Zielzeit schnell vergessen sollte, aber mit dem erlebten wird dieser Ironman noch länger im Gedächtnis bleiben

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Ironman 70.3 GdyniaRennberichte 2016

Geschrieben von Marcus Ziemann Sa, August 13, 2016 20:03:26

Drei Wochen vor dem Ironman Vichy ging es am letzten Wochenende an die polnische Ostseeküste zum Ironman 70.3 Gdynia.

Die Anreise begann am Donnerstagabend, zunächst mit einer Übernachtung in Berlin, und wurde dann am frühen Freitagmorgen fortgeführt. Das Wetter war alles andere als toll, ebenso wie die polnischen Straßen im weiteren Verlauf. Was zunächst als Autobahn angekündigt war, waren mehr Landstraßen und Stadtstraßen. So dauerte der Hinweg mit 13:30 StD eine gefühlte Ewigkeit.

Am späten Nachmittag konnten wir noch die Startunterlagen abholen und wurden dabei schon kräftig nass. Im Anschluss wurde noch einmal zum Lockern die Ostsee getestet.
Blog image Samstag morgen zeigte sich Gdynia dann von der besseren Seite. Es war zwar noch kühl, aber zumindest zeigte sich die Sonne und so konnte man bei einer kurzen Ausfahrt die Beine lockern. Da bekam man schon den ersten Eindruck wo die 900 Höhenmeter vom Radkurs herkommen könnten. Den weiteren Tag konnten wir locker ausklingen lassen und ein wenig die Hafenstadt erkunden, welche sich nördlich von Danzig befindet. Ein Wochenende in Gdynia ist sicherlich mal zu empfehlen.

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Nun zum Renntag. Früh um 5:45 klingelte der Wecker und so machten wir uns auf den weg Richtung Wechselzone. Das Wetter sollte sonnig werden, aber es war am morgen doch sehr kühl und vor allem war es sehr windig, was im weiteren Verlauf noch deutlich spüren sollte.

Um 8:40 erfolgte mein Start. Ein Schwimmstart vom Strand aus. Ich fand schnell einen guten Rhythmus Die Strömung zog uns gut ins Meer hinaus und so war das Tempo hoch. Bereits am Wendepunkt wurden die ersten Athleten aus der Gruppe eingesammelt die 10min vor uns am Start waren. Von da an wurde das Meer aber auch deutlich unruhiger. Ich befand mich noch in der Spitzengruppe und das Feld der vorderen Gruppe wurde immer dichter. Richtung Schwimmausstieg war es dann sehr voll und es waren auch Leute dabei,welche 20 Minuten und vorher gestartet waren. Da verlor ich doch irgendwann den Rhythmus und den Anschluss zur Spitze. So konnte ich nach 30min aus dem Wasser steigen, auf Platz 16 in der AK liegend. Nicht ganz schlecht bei 500 Athleten in der AK.

Der Wechsel war dann eher suboptimal und so ging es etwas genervt auf die 90 anspruchsvollen Kilometer.

Es dauerte nicht wirklich lange um zu bemerkten das die Wahl vom 90mm Vorderrad mal mehr als bescheiden war. Der Wind kam gefühlt von allen Seiten und ich hatte kaum Kontrolle über das Rad. An einer Aeroposition war kaum zu denken. Ab KM 15 ging es dann erstmal für 10km rauf. Wenn es dann aber mal flach war, oder in eine Abfahrt ging, dann wurde es direkt ungemütlich im Vorderrad. Die letzten 30km führten dann überwiegend bergab und konnten den miserablen Schnitt noch einmal steigern.

Etwas enttäuscht ging es dann den letzten Kilometer über Kopfsteinpflaster zurück in die Wechselzone. Ein Radkurs der mir eigentlich sehr liegen sollte und dann so eine Nummer mit dem Wind.

Der zweite Wechsel war dann ok und so konnte es dann auf die Laufpiste gehen. 3 Runden ging es durch den Hafen, die Innenstadt und an der Strandpromenade entlang. Super tolle Stimmung und eine echt gute Laufstrecke. Blog image
Ich konnte irgendwie nicht richtig schnell, aber unheimlich konstant im 4:50er Schnitt laufen. Zum einen fehlte der letzte Wille, aufgrund der Radzeit, zum anderen steht der Ironman Vichy vor der Tür. Aufgrund der gesundheitlichen Situation war der Kopf auch nicht so ganz frei. Ich denke aufgrund dieser Situation ist der Auftritt auch als durchaus stark zu bewerten.

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So ging es dann alles in allem doch zufrieden in den Zielkanal um einen wunderschönen Zieleinlauf zu genießen.Blog image

Schwimmen und Lauf passte, Rad hätte vielleicht auch passen können. Der Wettkampf schreit nach Wiederholung. Super gelungenes Wochenende an der Ostsee das Lust auf Vichy macht !!!

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kurzes UpdateBerichte 2016

Geschrieben von Marcus Ziemann Do, Juni 30, 2016 22:48:40

Nach dem, durchaus gelungenen, Wettkampf in Luxembourg standen mal wieder zwei Pflicht Termine auf dem Programm.

Zum einen ging es zur Krebsnachsorge, wo ich erneut als Sieger hervor ging. Somit verringert sich die Chance auf ein erneutes Ausbrechen immer mehr. Wobei ich damit ja bekanntlich locker umgehe.

Als Zweites stand der halbjährliche Check-in Sachen Herzschrittmacher an. Dort konnte ich die Praxis diesmal nicht positiv und sorgenfrei verlassen. Leider neigt sich der Schrittmacher plötzlich und unerwartet dem Ende entgegen und mir wurde bereits für August zu einer OP geraten. Die Restlaufzeit hat unerwartet schnell abgenommen.

Diese Nachricht hat mich dann doch ein wenig geschockt.

Somit bleibt zu schauen wie es in den nächsten Wochen und Monaten weitergeht. Ich werde sicherlich entsprechend mit der Situation umgehen und auch, wie eigentlich immer, gestärkt wieder kommen. Trotz allem bleibt natürlich etwas Frust immer und immer wieder neu angreifen zu müssen.

Umso trauriger ist es zu sehen wie sich viele in unserem Sport darstellen, vor allem mit der nötigen Zeit zum Trainieren. Aber ehrliche Arbeit belohnt sich selbst und jeder hat seine eigenen Ziele. In diesem Sinne…..



Ironman 70.3 LuxembourgRennberichte 2016

Geschrieben von Marcus Ziemann Di, Juni 21, 2016 22:19:16

Irgenwie muss ich als Kind böse gewesen sein, anders ist der Ironman 70.3 im luxemburgischen Remich nicht zu erklären.

Zum einen tauchte in der Rennwoche das Gerücht auf das es eine Absage des Schwimmens geben könnte und zum anderen drohte Unwetterartiges und kühles Wetter für den Renntag.

Der erste Teil wurde dann auch zwei Tage vor dem Rennen bestätigt werden. Das Rennen sollte als Duathlon ausgetragen werden und das Schwimmen mit 5k Lauf ersetzt werden.

Durch den Start am Sa war der Check-In und die Ausgabe der Startunterlagen auf 19uhr am Freitag begrenzt. Da ich aber zum Arbeiten Volk gehöre, kam ich dadurch arg in den Stress und so kam es das ich, bedingt durch ordentlich Stau, kurz vor Toresschluss in Remich eintraf.

Dann nahm das Chaos seinen Lauf. Als ich das Rad fertig machen wollte, rollte eine heftige Gewitterfront an und es knallte mächtig los. Die Aufkleber flogen weg und ich musste mich ins Auto retten und beten das mein Rad überlebt. Nach einer Weile beschloss ich einfach irgendwas in den Beutel zu schmeißen und irgendwie einzuchecken.Blog image

So hatte ich am Rennmorgen noch ordentlich Stress, konnte aber wenigstens im Hotel noch mal alles durchspielen. Optimale Vorbereitung geht aber anders.

Am Rennmorgen war es zunächst trocken, Unwetterfronten zogen aber auf.

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Der Rennstart sollte um 10:15 erfolgen, im selben Ablauf wie zum Schwimm Start. Alle 5 Sekunden wurden 5 Athleten losgelassen. Die Beine fühlten sich gut an und ich fand mein Tempo. Es ging über die 5,3km Runde vom Halbmarathon, plus den Weg vom Schwimm Start und zur Wechselzone. Somit war der erste Lauf 5,6 km lang. Ich war doch inzwischen deutlich "drüber" und lief nach 20:42 in die Wechselzone ein. Das bedeutete 3;42 im Schnitt und eine 5km Zeit von 18:32. Zu diesem Zeitpunkt auf Platz 5 liegend folgte ein perfekter erster Wechsel.

Auf dem Rad hatte ich ebenfalls super Beine und so kam ich beim Wendepunkt nach 20km exakt nach 29:23 an, was einem Schnitt von 40,71 km/h entsprach. Wahnsinn!!!

Nach etwa 13k erwischte mich der erste Schauer, nach etwa 25-27km der nächste.

Bei km 35 ging es dann erstmal rauf und es folgte der Auftakt der knapp 900 Höhenmeter. Leider schlug auch das Wetter immer wieder um. Ich bin bekanntlich ein sehr schlechter Abfahrer, aber wenn es dann noch nass ist, dann hört der Spaß auf. Und so wurde aus dem super Schnitt eher eine Sightseeing-Tour. Und bei 11 Grad und Regen meldete sich auch der Rücken und ich fühlte mich allgemein nicht mehr wohl.

So brachte ich es auf dem Rad mit einem Schnitt von 33,3 km/h in die Wechselzone. Schade, es hätte schnell werden können, aber immer noch besser als sich von der Straße kratzen zu können.

Beim Auftakt zum zweiten Lauf merkte ich direkt das ich einfach vom kühlen Wetter "steif" war und so konnte ich zwar kein Tempo mehr machen, aber wenigstens von vorne bis hinten mein Tempo halten.Blog image

Mit einer Endzeit von 4:53 kann ich unter den Umständen doch ganz gut leben. Wäre nur schön wenn mal etwas ohne Probleme, ohne Stress und mit gutem Wetter ablaufen könnte.Blog image

Ein paar Versuche folgen ja dieses Jahr noch



es wird heiß......Berichte 2016

Geschrieben von Marcus Ziemann Fr, Mai 06, 2016 22:27:30

Wie bereits angekündigt, hat sich doch noch was ganz entscheidendes im Rennkalender 2016 getan.
Nach dem Transfer vom Ironman Kopenhagen zum Ironman Vichy, wird es dann doch noch einen späten Ironman und somit wieder mal eine dritte Langdistanz geben.
Es wird exotisch und vor allem wird es verdammt heiß !
Ich werde hier wieder einmal Neuland betreten, da es in eine Region geht, die auch ich noch nicht betreten, oder auch befahren durfte.
Es wird der IRONMAN FORTALEZA !!!!!!!!!!!!
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Fortaleza ist mit 2,5 Mio Einwohnern die fünftgrößte Stadt Brasiliens und die Hauptstadt des Bundesstaates Ceará .
Fortaleza ist ein beliebtes Touristenziel. Das tropische Klima, die Küste und viele Sehenswürdigkeiten ziehen Touristen aus dem In- und Ausland an. Die Stadt hat 15 Strände. Der bekannteste Stadtstrand Praia de Iracema wurde von dem Schriftsteller José de Alencar nach dem Indio Iracema benannt.
Durch die unmittelbare Nähe zum Äquator wird es wohl ein Rennen mit brutaler Sonneneinstrahlung werden. Auch beim Schwimmen wird schon mit hohen Wassertemperaturen zu rechnen sein.
Ich freue mich auf jeden Fall auf eine spannende zweite Jahreshälfte



Analyse und ÄnderungenBerichte 2016

Geschrieben von Marcus Ziemann So, April 24, 2016 22:06:17

Hier einmal das emotionale Video zum großen Tag in Südafrika
Klick hier


Der Ironman South Africa ist Geschichte und inzwischen analysiert.

Ich könnte Ausreden suchen, aber wozu ? Das bringt mich nicht weiter. Es war nicht mein Tag. Das habe ich früh am morgen gespürt und es hat sich, (bis auf die letzten, starken 5 Laufkilometer) leider bestätigt.

Fakt ist aber auch das der die African Championship in der M40 dermaßen stark besetzt waren, das auch ein Sahnetag nicht für Kona gereicht hätte.

Wer weiß also wozu es gut war. Trotz allem war Südafrika ein wahnsinnig tolles Erlebnis und eine weitere Erfahrung. Ich stand jetzt in den letzten 9 Monaten 5 mal am Start einer Langdistanz und habe seit Mitte Oktober 3 schwere Ironman Rennen überwiegend erfolgreich ins Ziel gebracht.

Man kann auch mal stolz zurück blicken. Zeit aber auch sich Gedanken zu machen.

Ich habe beschlossen das mir Bestzeiten nicht mehr wichtig sind und ich zu 100% lieber das Kona Ticket löse, statt stolz eine tolle Zeit zu präsentieren.

Ich hatte in letzter Zeit genug mit Leuten zu tun die keinen blassen Schimmer haben was es heißt im unruhigen, offenen Meer zu schwimmen. Auf schlechten Asphalt im heftigen Wind zu fahren, ordentlich Höhenmeter zu machen. Laufen bei fast 40 Grad. Das alles wird mit schnellen europäischen Rennen verglichen, ohne sich selber mal einem schwierigen Rennen gestellt zu haben. Ich muss keinem was mit Zeiten beweisen. Ich habe meine Ziele und bin selber kritisch genug, weiß aber Leistungen sehr gut einzuschätzen.

Also kam mir bei meinen Gedankenspielen in den Sinn das mir eine neue Bestzeit beim Ironman Kopenhagen nicht wahnsinnig viel bringen wird. So nutzte ich die Option vom Europa Transfer und dachte mit das ich meine Stärken in einem anderen Rennen vielleicht besser und sinnvoller nutzen kann. So wurde aus dem kühlen und schnellen Kurs in Kopenhagen das etwas anspruchsvollere Rennen beim Ironman Vichy in der französischen Auvergne.

In der Planung für 2016 habe ich die Planung für den Ironman Hawaii eh gestrichen. Vichy ist der erste Quali Wettkampf für 2017. Im August wird die Form eine andere sein. Bis dahin geht es ja noch beim Ironman 70.3 Luxembourg und dem Ironman 70.3 Gdynia um die Punkte.

Und im Moment laufen noch einige Planungen für ein ganz dickes Ding im November. Lasst euch überraschen. Vielleicht gibt es dazu ja bald noch einige News. Es wäre auf jeden Fall ein ganz "heißes" Ding !!!!!!