Marcus Triathlon Blog

Marcus Triathlon Blog

About Triathlon & my Life

Hier im Blog erfahrt ihr alle News über Training und Wettkämpfe.
Von der Herzschrittmacher OP 2005 bis zur Ironman Weltmeisterschaft auf Hawaii 2009 und dem Kampf gegen den Krebs 2010


zurück zur Homepage

Challenge Barcelona de Meresme

Rennberichte 2011Geschrieben von Marcus Ziemann So, November 27, 2011 17:34:03

Nach fast zwei Monaten kann ich mich dann doch noch mal aufraffen ein paar(oder auch ein paar mehr) Zeilen zur Challenge Barcelona zu schreiben.


ein paar Dinge schwirren auch immer noch in meinem Kopf herum,auf die ich bis heute noch keine Antworten habe.

Die Tage vor dem Rennen verbrachte man wie gewohnt mit wenig,aber dafür harten schnellen Einheiten,dazu Extremchilling am wirklich schönen Hotel Pool und am Strand.

dazu noch ein Besuch vor dem Rennen in der Metropole Barcelona,ohne sich aber die Füsse plattzulaufen.

Zwei Wochen vor dem Rennen lag ich zuhause für ein paar Tage flach und diesen Zustand brachte ich noch ein wenig mit nach Spanien.vollständig fit war ich also nicht,was ich aber meiner Meinung nach im Rennen nicht behinderte.

Nun endlich zum Race Morning.Mein Start war ungewöhnlich spät für eine Langdistanz.ich sollte dann um 8'50 in die Fluten der Costa del Meresme steigen.

Die Nacht war ok,ich konnte gut schlafen und man musste ja nicht ganz so früh raus.

Unterwegs zum Startbereich gab es an einer Tankstelle dann Frühstück,wobei ich nicht viel runterbekam.

Die Sonne ging spät auf,brachte aber in der Wechselzone ein einmaliges Panorama.

Nachdem alle Sachen verstaut waren ging es zum Startbereich.ich verfolgte die Wellenstarts vor mir und machte mich dann auf in den Neo.

Nur noch wenige Minuten bis zum Start.Leider immer noch keine Spur von Nervosität,mir fehlte es völlig an Anspannung und Bezug zum Rennen.

Mit meiner Schwimmzeit von 58min in Tschechien wagte ich mich recht weit nach vorne,was ich dann sehr schnell bitter bereuen sollte.

Startschuss und ab ging die Post.für meinen Geschmack ein bischen zu sehr.Ich wurde überschwommen und verprügelt ohne gleichen.ich hatte nach 300m schon keine Lust mehr auf das Rennen.Dumm nur das die Jungs wie die irren starten und nach 500m fertig wie ein Schwamm sind.

Ich kam überhaupt nicht klar,da wir parallel zum Strand schwammen und die Wellen diagonal von vorne kamen.ständig griff ich ins leere.Zur Wende ein Blick auf die Uhr...oh gott...36min

Was ich aber erstmal nicht bemerkte war,das es erst einmal gegen die Strömung ging

So kam ich dann nach 1:06 nach dem Mittelmeer gekrabbelt und der Wechsel war genau so mies wie das Schwimmen.irgendwie wollte ich nicht aus dem Neo raus.

Mit einer ordentlichen Portion Wut im Bauch ging es auf die Radstrecke.

von Beginn an fühlte ich mich sauwohl.Die Bedingungen waren perfekt.die Temperatur sehr angenehm,wenig Wind.dazu eine Strecke die mir auf den Leib geschnitten war.nicht ganz flach,aber Anstiege die man locker hochdrücken konnte.

es waren 2 1/2 Runden zu fahrenzweimal bis zum Wendepunkt nach El Masnou und dann noch einmal bis zum Keisverkehr nach Mataro.

in der zweiten Runde konnte ich dás Tempo sogar noch einmal steigern.es machte einfach Spaß fast ständig mit Blick aufs mehr auf dem Rad zu sitzen und ordentlich zu drücken.durch meinen späten Start konnte ich auch häufig überholen,was natürlich zusätzlich Flügel verleiht.

Man merkte aber doch das die Temperatur anstieg und so war ordentlich trinken angesagt.

Der letzte Hügel in Callela war überwunden,durch den Kreisverkehr ging es dann in die Stadt.leider sehr verwinkelt und irgendwie wollten die letzten Meter zur Wechselzone kein Ende nehrmen.ich hatte keine genaue Zeit.wusste nur das es recht genau um die 5std sein muss.die Ergebnissliste spuckte dann später 5:00:21 aus.so ein Sch.....zum einen natürlich eine geile Zeit,zum anderen dann aber ärgerlich um die 21 Sekunden,wenn man 180km auf dem Rad gesessen hat.

Hochmotiviert und mit sehr guten Beinen ging es dann auf die Laufstrecke.der Wechsel war gut und die ersten Meter fühlten sich klasse an.

ein Blick auf die Uhr zeigte das ich 3:47 laufen darf um das Ding unter 10std Heim zu bringen.nach den 3:40 in Klagenfurt und dem Top Zustand war ich mi sicher das es klappen sollte.

es waren vier Runden zu laufen,als Wendepunktstrecke bis zum Hotel in Santa Susanna.

Die erste Runde verging super schnell und ich konnte diese in einem 4:45er Schnitt durchlaufen.was sollte also schief gehen.es deutete sich sogar eher noch eine Laufbestzeit an.

Aber Pustekuchen......Ich fühlte mich zu keinem Zeitpunkt schlecht,ich musste nie gehen und habe mich ordentlich versorgt.der Schritt war meiner Meinung nach bis km 42,2 gut,dennoch verlor ich nach der ersten Runde Minute um Minute.

Die Sonne brannte gnadenlos,es gab keinen Meter Schatten und das Thermometer zeigte bis zu 32Grad.Ärgerlich war das es ab km 20 keine Cola mehr gab.eigentlich ein Unding für so eine Veranstaltung.

Irgendwann merkte ich das ich mein Ziel nicht erreichen werde und so wurde das Tempo wohl Automatisch langsamer.Mit einer Zeit von 10std 18min erreichte ich dann das Ziel.

Komischerweise total entspannt.ich packte mein Zeug zusammen und wir marschierten zum Auto um im Hotel noch pünktlich zum Abendessen zu kommen

Wirklich komisches Gefühl.Weder am Rennabend noch in den nächsten Tagen taten mir die Knochen weh,nie fühlte ich mich platt.

so stellt sich die Frage warum das so ist.habe ich nicht alles gegeben?wenn das so ist,warum habe ich es nicht getan.

das sind Sachen die ich nicht aus dem Kopf kriege.

Ich war nah dran an der Sub 10,es sollte aber nicht sein.

Nach der Krebsgeschichte im letzten Jahreigentlich ein Erfolg den ich nie erwarten konnte,aber trotz allem bleibt eine gewisse Unzufriedenheit

Aber was soll's.ich hatte noch super Tage nach dem Rennen und es war eine gelungene Reise und doch ein schönes Rennen.

Ich hoffe die neu gesteckten Ziele 2012 erreichen zu können und so gibt es im Anschluss noch ein paar News in Sachen Rennplanung und Sponsoren

  • Kommentare(0)//blog.marcus-ziemann.com/#post45

Czech Long Distance Lipno nad Vlatvou

Rennberichte 2011Geschrieben von Marcus Ziemann Do, September 22, 2011 21:27:50

Hier noch ein kleiner Nachtrag vom 13.8,der Langdistanz im Tschechischen Lipno nad Vlatvou in Süd-Böhmen.

Das Rennn sollte am Ende meines 15tägigen Aufenthaltes dot stehen und ich war mir dessen nicht bewusst was mir antun sollte.Samstag mal eben eine der wohl schwersten Langdistanzen in Europa und Sonntags mal eben 9-10std nach Hause fahren.für das Rennen konnte man sicherlich auch 11std einplanen.

Man merkt den Unterschied zu einem Rennen un´ter dem Ironman Label.was schon bei der Anmeldung anfängt.hier noch fast bis zum Renntag möglich,für lächerliche 80 Euro,beim Ironman prügeln sich bis zu 3000 Leute um einen Startplatz und zahlen 1 Jahr im voraus knapp 500 Euronen.

Man merkte aber auch wie verwöhnt man beim Ironman so ist.perfekte Organisation,viele Infos über Strecke und Verpflegung im Vorfeld,auch per Mail.

hier bis zum Vorabend kaum Infos,Spärliche Wettkampfbesprechung,schlechte Strassen und keine am Renntag für den Verkehr gesperrte Strecke.

Ich fuhr die Radstrecke am Anfang zunächst mit dem Auto ab und fragte mich dann ob ich noch ganz gescheit sein.3 Runden a 60 km mit je 870 Höhenmeter pro Runde waren schon eine Ansage.dazu wie gesagt schlechte Strassenverhältnisse.aber eine tolle Gegend sollte das ganze Wettmachen.am nächsten Tag auf der ersten Trainingsrunde kam ich auch ganz gut klar.wer macht auch normal einen Ironman im Skigebiet?

Was mir zu schaffen machte war dann auch das beim Ironman alles im Ort schon auf den Wettkampf ausgelegt ist und das Fieber spätestens ab Mittwochs zunimmt.Die Athleten von Tag zu Tag mehr werden.Hier deutete selbst am Vortag fast nichts auf das Rennen hin

Einchecken war übrigens erst am Rennmorgen um 6 uhr möglich.beim Ironman hast du zu dieser Zeit schon 2std das Frühstück im Körper und rennst wie ein irrer durch die Wechselzone.

Die Wettervorhersage sagte für den Renntag Temperaturen knapp unter 20Grad an und Regen ab 14uhr.sollte soweit noch ok sein.denn die Strecke hielt ich bei nasser Fahrbahn für richtig gefährlich.

Gegenverkehr an Abfahrten,trotz sehr enger Strasse.keine Absicherungen,schlechter Strassenbelag und ungesicherte Bahnübergänge.

aber es kam anders.morgens um 5uhr ergoss sich der Himmel über Lipno und die Wolken hingen wie so oft in den 2 Wochen tief.

ich versuchte das beste daraus zu machen und ging entspannt zum Start.

Nach dem ich gesehen hatte das im Vorjahr nur 3 Leute unter 1std geschwommen sind setze ich auch meine Schwimmzeit um etwa 5min nach oben.der See war unruhig und ich erhoffte mir ehrlich gesagt nicht viel.das änderte sich Schlagartig im Wasser.ich merkte das man nicht die Prügelei vom Ironman hatte,wo 2-3000 Leute wie irre aufeinander einprügeln.ich hatte meine Ruhe und konnte mein Ding schwimmen und es sollte gut sein.

die 3,9km waren aufgeteilt auf 3 Runden a 1,3km.die erste beendete ich nach 18:xx und merkte das ich sehr gut dabei bin.die zweite nur knapp darüber in gut 19min an Platz 6 liegend.das motivierte mich ungemein und ich zog noch einmal voll durch.

am Ende konnte ich mit neuer Bestzeit nach 58:14min auf Platz 4 im Gesamtfeld liegend aus dem Wasser steigen.total begeistert machte ich mich auf in die Wechselzone.der Wechsel war schlecht und zwei Leute konnten mich überholen.

ich machte sofort ordentlich Dampf auf dem Rad und hatte auch beide recht schnell wieder eingeholt.der Regen hatte jetzt auch zugenommen.

ich hatte meinen nächsten Vordermann und somit Platz 3 in Sichtweite.es ging wellig am See entlang nach Freyburg.von dort führte der erste Anstieg ins hintere Land.

Nach dem Anstieg ein ebenes Stück und dann passierte es.eine Katze rannte aus dem Busch über die Strasse.ich versuchte auszuweichen und stürzte.nicht schlimm,aber es reichte für ein paar Schürfwunden.mit der Katze hatte ich auch einen neuen Freund gefunden.ich versuchte mich aufzurappeln,aber meine Motivation war hinüber.ich war auch sehr schnell total kalt und am zittern.so entschloss ich mich auch im Hinblick auf das Rennen in Barcelona das heutige Rennen abzubrechen und wählte den Rückweg.

trotz allem reizt mich das Rennen und ich kann mir irgendwann einen weiteren Start vorstellen.

eine tolle Gegend und ein anspruchsvoller Wettkampf.man´muss sich halt nur vorher im klaren sein worauf man sich einlässt.

  • Kommentare(0)//blog.marcus-ziemann.com/#post43

Ironman 70.3 Antwerpen

Rennberichte 2011Geschrieben von Marcus Ziemann Mi, August 03, 2011 11:38:18

Endlich mal ein kleines Update von der Sonnenterasse.....

Den Ironman in Klagenfurt habe ich bestens weggesteckt,fühlte mich direkt danach wieder bestens.

Nach gut einer Woche und den ersten Einheiten merkte ich nur das die Beine am Tag nach der Einheit deutlich schwerer waren als sonst.

so machte ich mir große Sorgen um den 70.3 Ironman Antwerpen.

Samstags angekommen in Antwerpen und erstmal die Startunterlagen abgeholt.der restliche Tag war zur freien Verfügung und so ging es bei meist fiesen Wetter fast den ganzen Tag auf Shoppingtour,bis die Füsse qualmten.alles andere als optimale Wettkampfvorbereitung.aber so ernst hatte ich den Wettkampf eh nicht genommen und es sollte ja im Grunde auch nur ein Trainingswettkampf sein.

Mein Start sollte am So um 11'30 erfolgen.so ging es um 7'30 raus aus den Federn,da der Weg auf die andere Seite der Stadt zu Fuss doch recht lang und zeitaufwendig sein sollte.bis 10uhr musste das Rad in der Wechselzone stehen.das sollte auch nach einem ausgedehnten Frühstück im Radison Park Inn klappen.

der morgen war frisch und der Himmel sagte nichts gutes voraus.das sollte sich auch für den Rest des Tages nicht ändern.

So war es dann doch angenehm sich vo dem Start in den Neo zu pellen und auf den Startschuss zu warten.in 10 min Wellen gingen die Starts über die Bühne und mit Blockabfertigung ging es weiter Richtung See.unten an der Treppe angekommen verkündete der Kampfrichter eine Wassertemperatur von 17Grad.so konnte man sich fragen was jetzt schlimmer war,das Wasser,oder die 10Grad Aussentemperatur.....am 24.Juli

Ins Wasser gehüpft kam dann auch der Schock und so wurde ganz schnell mal alles ganz klein.das schwimmen ging ich mehr als locker an ,es sollte ja nur Training sein und ich wollte mir keinen Stress antun.irgendwie ging es auch völlig ohne die übliche Prrügelei an mir vorbei.die Zeit von 32min machte mich natürlich alles andere als glücklich,war ich doch zuletzt immer wesentlich flotter unterwegs.

In der Wechselzone dann totales Desaster.aufgrund der fiesen Temperaturen wollte ich mir ein Skins Kompressionteil anziehen,mit Lnagarm und das ging mal völlig in die Hose.im nassen Zustand kam man ja gar nicht rein und so verstrich unendlich viel Zeit.

Auf dem Rad fühlte ich mir dann direkt sauwohl und ging das ganze erstmal mit 40km/h Richtung Waaslandtunnel an.nach der Kurve in den Tunnel und der Abfahrt mit ca 60km/h sah ich unten im Tunnel Blaulicht aufflackern und einen Motorrad Polizisten mit einer Pfeife absichern.man ging in die Bremsen und ich sah einenleblosen Körper am Tunnelrand.von oben kam auch schon ein Notarzt auf unserer Strecke in den Tunnel gefahren.

Wie ich am nächsten Tag lesen konnte raste ein 26jähriger Belgier nach einem Griff zur Trinkflasche ungebremst in die Tunnelwand und verstarb aufgrund der schweren Kopfverletzungen noch auf dem Weg zum Krankenhaus.

mit einem mulmigen Gefühl ging es dann weiter auf der Radstrecke Richtung Hafen.nach dem Tunnel wude es ungemütlich.Windböen mit teils 70km/h pusteten über die Strecke und machten einem das Leben schwer.ich konnte dagegen halten wie nie zuvor.eigentlich müsste man ja irgendwann auch Rückenwind haben,da wo es vorher entgegen geblasen hatte,aber auf der Auswertung sah man soäter eindeutig den Gegenwind überwiegen und das nicht zu kanpp.

trotz allem machte es furchtbar viel Spass an diesem Tag fast ständig zu überholen,auch Startgruppen die deutlich zuvor starteten.so stand später auf der Auswertung vom Bikesplit eine Gesamtleistung von 244 Watt/Schnitt.Beeindruckende Leistung,nur 3 Wochen nach dem Ironman Austria.

Der zweite Wechsel verlief deutlich besser,doch die ersten Schritte fühlten sich nicht wirklich toll an.das gab sich aber schon nach einigen Metern und so konnte ich Fahrt aufnehmen.bis km 8 konnte ich noch einen Schitt von gut 4:20/min halten.erst nach der zweiten von drei Runden war die Luft dann raus und so ging das rechnen los.das Ziel war zunächst noch eine 1:3xxx zu laufen,da ich eine Zeit von unter 5std nicht in Gefahr sah.

Pustekuchen,der Laufstrecke hatte die Rechnung ohne mich gemacht.bis km 21,1 klappte alles ja auch so weit,doch war das Ziel noch etwa 600m weit weg und machte alle Rechnungen zunichte.so musste ich die letzten Meter nochmal kämpfen,sollte aber mit 4:59:09 doch noch unter der Grenze bleiben.

In den folgenden tagen fühlten sich die Knochen überraschenderweise deutlich frischer an als zuvor und so konnte es dann mit Blick auf die Langdistanz in Lipno weitergehen...........

  • Kommentare(0)//blog.marcus-ziemann.com/#post41

Ironman 70.3 Alcudia

Rennberichte 2011Geschrieben von Marcus Ziemann Di, Mai 17, 2011 22:00:09

Um mit dem wesentlichen anzufangen.....es war ein tolles Rennen,ein perfekter Aufenthalt in Alcudia.

es stimmte einfach alles.der Renntag war toll,die Reise mit Unterkunft und Auto war gut.der Ort und die Landschaft traumhaft schön und die richtigen Leute waren an Bord um alles abzurunden.

Um auf den Renntag zurückzukommen....

dieser begann um 5'50 mit dem Wecker.am Vorabend mussten wi noch einmal einkaufen,da es Frühstück im Hotel erst ab 8uhr gab.kurz ein Nutella Toast eingeschmissen,den Körper mit einem ordentlichen Kaffee auf Trab gebracht und frisch gemacht.um etwa 6'45 ging es dann mit dem Auto Richtung Wechselzone,welche bis 7'45 von allen Athleten verlassen sein musste,da der Start der Profis bereits um 8uhr erfolgte .danach ging es in Altersklassen Wellenstarts weiter.ich war mit knapp 400 Athleten meiner Altersklasse um 8'40 an der Reihe.Insgesamt begaben sich knapp 2000 Athleten ins 19Grad warme Mittelmeer um einen Auftakt in den 113km langen Tag zu haben.

Schon früh morgens war klar das es deutlich wärmer werden sollte als in den Tagen zuvor.Das Wasser war Spiegelglatt und der Himmel strahlend blau.auch der Wind hielt sich zunächst im Zaume.Also,Herz was willst du mehr an so einem morgen!?

Das Schwimmen lief von vorne bis hinten perfekt,das Salzwasser trug gut auf und die Sicht war genial.ich konnte sehr weit vorne in meiner Gruppe mitmischen.

die Zeit wurde erst an der Wechselzone gemessen und so konnte ich mit 29:22min mitdem Auftakt sehr zufrieden sein.der Wechsel selber lief völlig chaotisch und dauerte einfach ewig.

Auf dem Rad lief es zunächst nach Plan.Landschaftlich ein genuss die Küstenstrasse nach Polenca an so einem morgen zu fahren.dann ging es ins Landesinnere und ganz leicht bergauf.auf diesem Teilstück,wo es in Richtung Anstieg LLuc ging hatte ich die Hosen voll und sorgte mich um den Anstieg.von daher hatte ich mich mit einem 155er Puls deutlich zurückgenommen.viel zu sehr,wie ich später merkte.

dann ging es in den Anstieg hinein.18km rauf zum Kloster Lluc,von km 22 bis km 40.

es lief völlig anders als erwartet,was ich wohl meinem neuen Wettkampfgewicht zu verdanken hatte.ich konnte ständig überholen und war längst nicht so am schnaufen wie der Rest um mich herum.Kilometer um Kilometer ging es nach oben und ich fühte mich zum allerersten mal richtig wohl am Berg.natürlich zog sich alles und der Schnitt war dadurch völlig im Keller,aber das sollte sich ja noch ändern.denn wo es rauf geht,da geht es auch wieder runter.leider in Serpentinen mit scharfen Kurven,so dass man immer wieder fast bis auf den Stand abbremsen musste und somit auch keine sehr hohen Geschwindigkeiten erreichen konnte.bei km45 war der Spuk langsam vorbei und man konnte endlich wieder gescheit auf dem Lenker liegen und Druck machen.zwar ging es zwischenzeitlich noch leicht rauf und runter,aber genau nach meinem Geschmack.durch den Ort Inca ging es dann neben der Autobahn durch zahlreiche Kreisverkehre nach Sa Pobla und von dort ein kleines Stück mit Gegenverkehr nach Muro.ein Teilstück mit Wendepunkt.wieder in Sa Pobla führte die Strecke zurück nach Alcudia,durch den Natinalpark Albufera,wo auf den letzen 15km ordentlich Gegenwind auf uns zu kam.

so erreichte ich mit einem Schnitt von 31,6km/h die zweite Wechselzone.natürlich kein Superschnitt,aber für diese Strecke mehr als zufriedenstellend.

Schnell ging es durch die 500m lange Wechselzone zu den Laufschuhen und ab auf die Piste.die Beine waren in Topform.

es war zwar machtig war und die Hitze stand auf der Laufstrecke,aber es lief richtig geil.die Strecke führte entlang am Strand,wo man zahlreichen Touristen angefeuert wurde.der Ausblick war der Hammer.über eine kleine Brücke ging es kurz bergauf und kurz vor unserem Hotel ging es rüber zur Hauptstrasse und dort zurück Richtung Alcudia.an der Wechselzone entlang,wo es pro Runde farbige Bändchen gab.

vier Runden waren zu laufen,jede etwa 5,2 km lang und danach noch ein Zieleinlauf über die Stadtbrücke zum Zielkanal.zwei Runden lang war ich mit einem Schnitt von etwa 4:30min pro km unterwegs und es deutete sich eine Halbmarathonzeit von etwa 1std 35min an.

bis ich dann ganz plötzlich auf der dritten Rund mit heftigen Magenkrämpfen zu kämpfen hatte.die machten ein Laufen fast unmöglich und esd wurde zum Teil richtig schlimm.so wurden die letzten zwei Runden leider doch noch zur Qual und ich verlor Minute um Minute auf meine toll herausgelaufene Zeit.

trotz allem konnte ich die letzten 500m und auch den Weg über die Brücke voll geniessen,konnte mit den Zuschauern im Zielkanal feiern und fühlte mich auch diekt danach wieder richtig gut.

es gab sicherlich Leute die auch mehr leiden mussten und denen das Wetter mehr zu schaffen machte.

wie auch immer,ich war zufrieden und konnte mich über einen tollen Wettkampftag freuen.

  • Kommentare(0)//blog.marcus-ziemann.com/#post35