Marcus Triathlon Blog

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About Triathlon & my Life

Hier im Blog erfahrt ihr alle News über Training und Wettkämpfe.
Von der Herzschrittmacher OP 2005 bis zur Ironman Weltmeisterschaft auf Hawaii 2009 und dem Kampf gegen den Krebs 2010


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Rennbericht Ironman Arizona

Ironman Arizona 2010Geschrieben von Marcus Ziemann So, November 28, 2010 16:02:39
Ich bin wieder daheim und kann mir jetzt endlich mal die Zeit nehmen ein paar Worte über das Rennen und die Zeit danach zu verlieren.

so konnte ich auch wenigstens einiges verarbeiten was am 21.11 in 13 Stunden alles so passierte.

Der Tag fing um kurz nach 3uhr an als der Wecker klingelte und Rennfertig machen und Frühstücken angesagt war.gegen 4'30 ging es dann mit dem Shuttle Richtung Start.

noch einmal Beutel fürs Rennen kontrollieren,Special Need Bags abgeben,Räder aufpunpen,eincremen um wunde stellen zu vermeiden und dann war es auch schon fast so weit.

zu dem Zeitpunkt konnte man bei leicht bewölkten Himmel noch nicht ahnen das die Wettervorhersage recht behalten sollte und uns einen mehr als schwierigen Tag bescheren würde.

um 6'40 durften die Profis ins Wasser und weitere 10min später der Rest.um 6'50 dann der Startschuss für die Pro's.zum Start musste man etwa 2m runter in den See springen und es war so kalt,das einem fast das Herz stehen blieb.die 10min bis zum Start war man damit beschäftigt das einem die Gliedmaßen nicht abfrieren.

es folgte noch die US Hymne und kam auch der Startschuss.2800 Leute rollten sich wie ein paar Hirnlose durchs Wasser.ich machte da schon den ersten Fehler.durch meinen Respelt vor dem Wettkampftag mit der geringen Vorbereitung(ich hatte im Grunde nur 5 Schwimmeinheiten) ordnete ich mich viel zu weit hinten ein und bezug nur Prügel.es hatte nichts mit schwimmen zu tun,was sich auf der ersten Hälfte abspielte.erst als ich mich an den linken Rand absetzen konnte war mal an schwimmen zu denken,da war aber schon fast der Hinweg gelaufen.an der Wende mit zwei 90Grad Bögen wurde es erneut eng.dann Richtung Ausstieg,also etwa die restlichen 1800Meter ging es wieder.nur wenn man dann mal zum dreier-,oder Fünferzug ansetzte fror einem unter Wasser fast das Gesicht weg und man freute sich,wenn man dann Richtung Sonne aufblicken konnte.auch die Oberschenkel und Waden fingen durch die Kälte immer wieder zu Krampfen an.

Nach 1std 13min hatte ich dann endlich wieder festen Boden unter den Füßen.die Wechselzone war sehr lang,Helfer zogen den Neo aus und man musste den Beutel greifen und zum zum Wechselzelt laufen.es war zu dem Zeitpunkt völlig überfüllt und ich hatte mir auch sehr viel Zeit gelassen.zum Glück hatte ich Armlinge eingepackt,denn es war sehr kühl.von dort ging es zum Rad und man konnte endlich aus der Wechselzone raus.der Wechsel dauerte insgesamt über 8min.

Auf dem Rad ging es dann ein Stück durch die Stadt.schnell merkte man wie das Wetter umschlug.es zog ein heftiger Wind auf und man hatte richtig Probleme das Rad zu halten.

Am Wendepunkt bei km 30 ging es ja dann leicht bergab,man dachte aber das man stehen würde,weil ab da heftig Gegenwind angesagt war.komisch nur,weil vorher zu keinem Zeitpunkt Rückenwind herrschte.

Das ganze dann drei Runden a 60km lang.viele waren schon verzweifelt,aber die Bedingungen wurden noch deutlich schlechter,es fing sogar an zu regnen,unglaublich eigentlich für die Gegend.

vorher war eine Woche strahlend blauer Himmel und Sonne angesagt, bei 24-28Grad.

ich überholte aber ständig und die Motivation wurde dadurch immer größer.

somit war auch die letzte Radrunde die schnellste.

so langsam wurde aber auch der Druck auf die Blase größer,auf keinen Fall wollte ich aber vom Rad steigen,anderseits war aber auch Angst durch die Blasenerkrankung vorhanden.

ich rettete mich dann in die Wechselzone,konnte die auch ordentlich flott verlassen.

ich lief dann die ersten 2km gut an und konnte dann endlich mal Wasser ablassen.mir ging es bis zu diesem Zeitpunkt auch noch wirklich gut.

Dieser Stop änderte dann alles.ich war ab da völlig aus dem Rythmus,der Kopf war nicht mehr frei und Angst und Zweifel machten sich breit.

bis km 10konnte ich auch immer wieder ordentlich laufen,dann war aber Schluß mit Lustig.es ging über drei Runden a 14km.immer wieder mit unruhigen Anstiegen.das Wetter hatte sich inzwischen beruhigt.es war zwischendurch sonnig,aber immer noch heftig windig,was die Sache nicht einfacher machte.

der Kopf wollte einfach nicht mehr,aber mein Wille das Ding bis ins Ziel zu bringen war viel stärker.

Zwischendurch drehte sich alles im Kopf und Schwindel machte sich breit und so konnte ich nur noch im Walkingschritt weiter.

Bei den Amis scheinbar völlig normal.ich traf auf so viele Leute unterwegs für die so etwas völlig normal im Rennen war.

Die Zuschauer motivierten unheimlich mit Sprüchen und riefen immer die Namen der Athleten.

Auf der dritten und letzten Laufrunde macht sich dann doch der Stolz breit.und dadurch das man eigentlich durch geschicktes anlegen der Laufstrecke nie richtig weit von der Finish Area entfernt war,konnte man immer wieder am Ziel schnuppern und die Stimmung mitbekommen.Also an aufgeben kein Gedanke

die letzten 3km von der letzten Brücke spielte man Gedanklich schon den Zieleinlauf durch.dann kam man durch die Wechselzone und durfte auf die letzten 400m Richtung Finish einbiegen.ab da war alles durch Teppich und vielen Zuschauern deutlich abgetrennt.also musste man Zwangsweise noch einmal in den Trab übergehen,schauen ob noch die Haare liegen und genießen.

es war geschafft und eigentlich vom Gefühl her sogar noch richtig frisch.

später fragte ich mich dann selber "Junge,warum bist du dann nicht einfach gelaufen?"

aber alles gut so wie es war,ich bin gesund durchgekommen,da war nicht selbstverständlich nach den Schlägen in diesem Jahr und der tatsache das ich das komplette Rennen mit einem Leistenbruch durchgezogen habe.

Also glücklich sein und alle negativen Gedanken ausschalten.

Positiv auch noch das trotz der für mich miesen Zeit noch ein Platz im Mittelfeld der 2800 Leute raussprang.scheinbar war ich nicht der einzige dem die Lampen ausgingen.

Nur 4 Tage nach dem Ironman nahm ich noch am 5km Rennen am Hoover Dam teil und wurde dort zweiter in meiner Klasse.

Ein Bericht darüber wird aber noch in einer Zusammenfassung der Reise folgen

Sportlich gesehen war der Ausflug ins Amiland also ein Erfolg und ich bin Gesund und Fit wieder in der Heimat gelandet.

jetzt heißt es nur schnell die Reise aus den müden Knochen zu bekommen.....


Hier noch ein kleiner Einblick in den Schwimmstart: Klick hier


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Finisher Ironman Arizona

Ironman Arizona 2010Geschrieben von Marcus Ziemann Mo, November 22, 2010 07:03:11
Es ist geschafft.mit einem Walking Marathon ins Ziel gequält.

unglaubliche Bedingungen für Arizona.Regen und Sturm fast den ganzen Tag.dazu eine Wassertemperatur das einem das Herz stehen bleibt.

morgen dazu mehr,auf jeden Fall darf die Finisher Medaille trotz den Krankheiten und nur 5 Wochen Vorbereitung mit heim.

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Check In/Athlete Tracker

Ironman Arizona 2010Geschrieben von Marcus Ziemann Sa, November 20, 2010 22:23:27
Ich habe tatsächlich eben mein Rad und die ganzen Beutel eingecheckt.

Nach den letzten Monaten habe ich natürlich selber nicht mehr damit gerechnet.Gesundheitliche Zweifel bleiben wohl auch noch bis ins Ziel und erst dann werde ich wissen ob es die richtige Entscheidung war.

der Check In war relativ easy,es wurde kaum kontrolliert.sehr hilfsbereit wurden auch noch einmal die Wege durch die Wechselzone erklärt.

All diejenigen die heute zum schwimmen auf der Strecke waren graut es vor morgen.der See ist mit 16,1 Grad für eine Langstrecke sehr kühl und wird enorm Kraft rauben.

durch einen Dammbruch in der Nähe lief der Speichersee leer und das Becken wurde erst vor 91Tagen extra für den Ironman neu geflutet und hatte somit trotz der Hitze wenig Zeit sich zu erwärmen.

Auch die Wettervorhersage sagt für morgen nichts gutes voraus.nur knapp 20Grad,der Wind soll ordentlich blasen,teilweise mit Böen und es wurden sogar Regentropfen angesagt.unglaublich eigentlich,es tauchten heute echt zum ersten mal Wolken auf.

na ja,wie auch immer,einfach wird es nie und so werden sich morgen früh um 7uhr Ortszeit die 2800 Athleten auf die 226km lange Reise machen.


Hier der Link zum Athlete Tracker:


Klick hier



einfach die Starnummer 848 eingeben und dann tauchen meine Zeiten auf.

Ab 15uhr deutscher Zeit wird dann auch Live vom Start berichtet.


man sieht sich also hoffentlich Mo morgen deutscher Zeit gesund im Ziel





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Pasta Party

Ironman Arizona 2010Geschrieben von Marcus Ziemann Sa, November 20, 2010 05:09:25
Auch die Pasta Party ist nun gelaufen.

Typisch amerikanisch war's.Die Amis feiern sich und ihre Helden halt gerne und auch die Nationalhymne durfte nicht fehlen.diese werde ich dann am So morgen zum Schwimmstart innerhalb weniger Tage bereits zum dritten mal gehört haben.

Ansonsten war es wenig spektakulär.unter freien Himmel ausgetragen wurde es zum Schluß doch recht frisch und man war froh das man dann mit dem Bus zum Hotel durfte.es war noch einmal Nett anzuschauen wie die Laufstrecke mit den beleuchteten Brücken am Abend ausschaut.sicherlich morgens zum Schwimmstart mit den vielen Zuschauern auch ein Highlight.morgen früh ab 10uhr werden Rad und Beutel eingecheckt und dann heißt es nur noch warten......

einen guten Bericht über die Strecke und Bedingungen gibt es übrigens hier:

Ironman Arizona

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noch 60std.....

Ironman Arizona 2010Geschrieben von Marcus Ziemann Fr, November 19, 2010 04:44:05
Noch knapp 60std bis zum Startschuss.

eigentlich ist alles getan und man kann nicht mehr viel verbessern,nur noch vieles falsch machen.die letzten kurzen,aber knackigen Einheiten sind gelaufen.

Schwimmen war leider auf der Wettkampfstrecke nicht mehr möglich.wer vorher erwischt wird/wurde,der wird automatisch disqualifiziert.zwar dürfen die Athleten am Sa noch einmal zum Test auf der Strecke ins Wasser,ich verzichte aber aufgrund der recht schmalen Wassertemperatur und der doch spärlichen Wasserqualität gerne auf den Test.mir reichte im Sommer der eine Infekt nach einem Triathlon in unsauberen Gewässer und die folgen kosteten mich ja fast den Start hier vor Ort.

die Radstrecke präsentierte sich als unspektakulär.kurz raus aus Tempe und später den Highway rauf.die Straße dürfte am Renntag gut befahrbar sein,beim letzten Test war sie es ja mit den Splittern und dem sonstigen Zeug nicht.gesäumt von Kakteen und ein paar Hügeln rechts und links geht es nur nach hinten leicht bergauf.was noch nicht wirklich einzuschätzen ist,das sind die Windverhältnisse.bei unserer Ausfahrt blies uns ab dem Wendepunkt der Wind entgegen.heute wurde von starken Wind raus zum Wendepunkt berichtet.nachmittags wiederum war es Windstill.na ja,lassen wir uns überraschen.

für den Raceday sind am So nur noch ca 22 Grad vorhergesagt und das Wasser soll nicht mehr als 16Grad haben.von Hitzerennen kann man hier nicht mehr sprechen.in den letzten Tagen kletterte das Thermometer doch bis auf 27Grad und Sonne pur bei strahlend blauen Himmel,was mir dann doch lieber wäre.

Nach den gesundheitlichen Rückschlägen freue ich mich doch langsam auf das Rennen und hoffe das der Körper trotz der Trainingsarmen Zeit standhält.

Ankommen wäre schon eine große Sache und würde die Strapazen der letzten Wochen belohnen.

tja,Sonntag Abend(oder auch Mo morgen,deutscher Zeit!) wissen wir mehr......


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Anreise Arizona

Ironman Arizona 2010Geschrieben von Marcus Ziemann Mo, November 15, 2010 01:13:35
Die Anreise nach Phoenix ist schon einmal geschafft.

Ich hoffe der Weg ins Ziel nächste Woche wird nicht ganz so beschwerlich.

Die Reise hat insgesamt mit Zugfahrt nach Frankfurt,Zwischenlandung in Charlotte an der Ostküste und dem Weiterflug 26std gedauert.

So war man nach Ankunft im Hotel doch ganz schön im Eimer.

Während die Uhr in der Heimat schon auf 7uhr morgens stand,so war es hier vor Ort noch 23uhr.zum Glück konnte ich in der Nacht ganz gut schlafen und bin nach etwa 5-6 std recht fit aufgewacht.

Das erste Frühstück war schonmal typisch amerikanisch mit Pancakes.

An den Nachbartischen saßen übrigens Timo Bracht und Frank Vytrisal,so das man hier schon mal von Prominenz umgeben ist.

Dann hieß es Rad aus dem Koffer zaubern und mal wieder in ein ganzes bringen.

Eigentlich war eine lockere Ausfahrt von 90min geplant um die Beine zum lockern,tja insgesamt wurden es dann 75km und der erste Plattfuß.in der Stadt völlig verfahren und so wurde es doch etwas länger.draußen auf dem Highway liegt doch noch ganz schön viel Zeug rum,was dann wohl auch zum Platten führte.

In der Galerie werden jetzt täglich die Fotos aktualisiert.also einfach immer fleißig reinschauen.

die Gegend ist auf jeden Fall richtig geil und das Klima mit 26 Grad und Sonne pur mehr als erträglich.

ich freue mich schon drauf mehr von der Gegend zu erkunden

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