Marcus Triathlon Blog

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About Triathlon & my Life

Hier im Blog erfahrt ihr alle News über Training und Wettkämpfe.
Von der Herzschrittmacher OP 2005 bis zur Ironman Weltmeisterschaft auf Hawaii 2009 und dem Kampf gegen den Krebs 2010


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Ironman 70.3 Rügen

Rennberichte 2017Geschrieben von Marcus Ziemann Fr, November 03, 2017 21:59:49
Nach dem harten Ironman Nizza ging es zur körperlichen und mentalen Auszeit zum Urlaub in die Dominikanische Republik. Dort ging es darum auch einmal abzuschalten und den Sport mal zu vergessen. Klappte ganz gut, denn außer schwimmen im Meer war eh nicht viel möglich.
Gegen Ende des Urlaubs kam mir die Idee evtl noch beim 70.3 Ironman Rügen zu meldeen und das ganze als Training für Malaysia zu nehmen. So meldete ich relativ spät nach und nach einem kurzen Einstieg ins Training ging es dann auch schon zum Ostseebad Binz in den Norden.
Bei der Anfahrt am Freitag zeigte sich der Norden schon von seiner schmuddeligen Seite und das hielt auch bis in den Samstag an. Immer wieder Regenschauer und kühle Temperaturen um 15 Grad.
Zum Renntag sollte sich das Wetter aber bessern und das tat es auch. Bereits am Abend gab es klaren Himmel und so zeigte sich Binz von seiner schönen Seite.

Am Rennmorgen war auch das Meer schön ruhig und auch die Sonne blinzelte. Als wenn jemand das Wetter bestellt hätte.Dennoch war es für mich viel zu kühl.
Vor dem Schwimmstart machte ich dann auch den ersten Wassertest und ich fand die Ostsee wirklich ganz schön schattig.Nützte alles nichts. Im Rolling Start ging es dann für die Rund 1500 Athleten ins kühle Nass. Ich fand zunächst meinen Rythmus, aber Horden von Quallen irretierten mich immer wieder. Anders als bei meinem Quallen Problem 2016 in Südafrika waren diese hier aber scheinbar harmlos.
Mit einer Schwimmzeit von etwas über 30min ging es dann aus dem Wasser.
Es folgte dann aber ein 1km langer Landgang bis zum Bahnhof, wo sich die Wechselzone befand. Dadurch wurden die Schwimmzeiten natürlich enorm verlängert. Auch die Wechselzone selber war noch einmal recht lang.
Dann ab aufs Rad. Zunächst etwas besorgt ob es nicht etwas zu kühl ist. Aber schon nach kurzer Zeit war ich voll drin im Rennen . Kopf runter und ab.
Ein paar Wellen , aber eine sehr gut zu fahrende Strecke. Es machte Spaß auf dem Rad und das zeigte sich auch in der Leistung, die sich bei rund 220w einpendelte.
In der zweiten Runde wechselte der Wind etwas und es wurde geringfügig langsamer. Aber alles gut. Und so konnte ich dann nach gut 2:27 das Rad in der zweiten Wechselzone abstellen.
Und ich hatte Lust auf mehr. Inzwischen war die Sonne dann auch schon recht warm. Die Strecke gut mit Zuschauern gefüllt und die Beine eigentlich ganz gut. Eigentlich....
Durch die kühleren Temperaturen und das kühle Wasser hatte mein Rücken doch nicht mehr die Lust auf die 21,1 Kilometer Lauf.
Aber wir machen nun mal Triathlon und der ist halt nicht nach dem Radfahren beendet. Und vor allem sollte es die Laufstrecke hier auf Rügen in sich haben. 2 1/2 Runden waren zu Laufen und dabei ging es pro Runde je einmal hin und wieder zurück über eine ordentliche Rampe. Diese stellte auch eine Bergwertung, bei der es einen Sonderpreis zu gewinnen gab. Rauf ging eigentlich noch ganz gut, aber runter schmerte doch sehr im Rücken. Die Laufstrecke war aber dennoch toll, vor allem durch die Innenstadt von Binz.
Etwas enttäuscht über die Laufzeit, aber dennoch glücklich bog ich dann in den Zielkanal ab und freute mich über einen gelungenen Tag. So hat sich mein Trainingsausflug in den Norden doch gelohnt
Bei schönen Wetter ist es wirklich ein toller Wettkampf . Witzig war auch, bei meinen unzähligen Ironman und 70.3 Starts war dies tatsächlich mein erster Start auf deutschen Boden.
Und vielleicht komme ich ja wieder


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Ironman Nizza

Rennberichte 2017Geschrieben von Marcus Ziemann Mi, September 06, 2017 22:43:47

Am 23.Juli stand dann, nach den beiden Mitteldistanzen, ein weiteres Saison Highlight auf dem Plan. Nach dem Ironman Vichy im letzten Jahr, gabe es erneut einen Sommer Ironman in Frankreich. An der wunderschönen Côte d’Azur wartete diesmal der Ironman Nizza. Aufgrund der knüppelharten Radstrecke und der hohen Temperaturen wieder mal ein Ironman der härteren Sorte.

Die Wochen vor dem Rennen waren im Job furchtbar stressig und ich kam erst am Mittwoch vor dem Rennen aus Dresden zurück. 600km zurück von der Arbeit, um direkt 1300km nach Südfrankreich durchzustarten.Und es war quasi nichts organisiert und gepackt.

So fuhren wir also zu fünft in der Nacht gen Süden. Nach 14-15 Stunden kamen wir in Nizza an. Die Unterkunft befand sich, etwa 4km von Start/Ziel, direkt an der Rad- und Laufstrecke.

Am nächsten Tag wollten wir dann die Startunterlagen einsammeln und auf der Messe stöbern. Wurde nichts draus, das Messegelände wurde wegen Sturm gesperrt. Hoffentlich nicht die Bedingungen für Sonntag, dachten wir uns.

Im Anschluss fuhren wir mit dem Auto die Radstrecke ab, was meine Laune weit nach unten trieb. Zwei Anstiege a 20-25 km und gefühlte 100km bergauf warteten auf uns. Zum Glück verfuhren wir uns in der Mitte etwas, denn den ausgelassenen Teil wollte ich wohl gar nicht sehen.

Die Strecke bot wirklich eine atemberaubende Natur, aber auch einen hammerharten Kurs.

Noch viel schlimmer für mich, die 60km mit rasanten Abfahrten ab Km 120.

Bekanntlich sind solche Abfahrten mit 60.80 km/h und Serpentinen überhaupt nicht mein Ding.

Und in der folge machte mir das mental auch sehr zu schaffen. Freitagabend ging es dann zur Welcome Party . Und ich muss sagen es war mit das beste was ich je vor dem Rennen hatte. Super Flair unter freien Himmel und eine tolle Verpflegung.

Am Samstag ging es dann kurz für ca 45min aufs Rad um die Beine zu lockern.

Danach dann Wechselbeutel packen und Räder einchecken. Es blieb noch Zeit ein wenig am Strand . Und dort begann der Kopf wieder Kirmes zu spielen. Wie ein Hund der sich gegen das Wasser wehrt, so wehrte sich irgend etwas in mir gegen diese Radstrecke, diese Abfahrten. Ich wollte einfach nicht!!!

Die Nacht zum Rennen war ganz ok. Um 3:30 klingelte der Wecker. Nach einem kurzen Frühstück ging es dann mit dem Auto in Richtung Start. Dort verlief alles reibungslos und so standen wir um 6:30 pünktlich am Start der knapp 4km im warmen Mittelmeer. Ich kam zunächst gut durchs Wasser. Die Sonne ging wunderschön über dem Meer auf und mein Tempo war mit 1:37/100m im Plan.

Nach etwa 1000m machte es plötzlich "klick" im Kopf. Von einem Moment auf den anderen war alles aus. Ich hatte keine Lust mehr auf Triathlon, auf Wettkampf. Nein, nicht auf heute, gar nicht mehr!!! Ich machte mit Gedanken wie ich aus allem sauber raus komme. So dachte ich den Rest der Radstrecke nur darüber nach wie ich auf die anderen treffe um ihnen mitzuteilen das ich aus dem Rennen bin. Nach einer Weile kam ich zu dem Entschluss noch aufs Rad zu wechseln und mich dann mit dem Rad vor das Apartment zu setzen und zu warten. Dementsprechend ging ich lustlos auf die weiteren , knapp 3000m.

Nach 1:13 stieg ich dann aus dem Mittelmeer, was mir zunächst völlig egal war. Langsam und locker wechselte ich aufs Rad und machte mich auf meinen Plan zu erfüllen und die 4 km zum Apartment zu rollen.

Es war früh morgens schon gut warm, eigentlich ein herrlicher Tag. Eigentlich, wenn da nicht eine totale Blockade im Kopf wäre. So rollte ich die Promenade des Anglais in Richtung Flughafen. Schnell war ich auf Höhe unseres Appartments. Aber irgendwie war der Kopf unten, in Rennhaltung und so rollte ich einfach weiter.

Na gut, dachte ich mir, versuche ich es. So änderte ich alles auf Race Mode und nahm Fahrt auf. Ein paar Minuten später wurde ich direkt bestraft. Ein fieses stechen an der Lippe. Ich dachte direkt an einen Insektenstich und fasste mir an die Unterlippe. Plötzlich hatte ich Ameisen am Finger, die bei mir am Mund rum machten. Höllenschmerz, aber ich musste schon selber über die Situation lachen und so änderte sich meine Laune immer mehr.

Nach etwa 20km ging es links ab und eine richtig steile Rampe rauf. Nur ein paar Hundert Meter lang, aber recht steil, so das die ersten schon ihr Rad schieben mussten.

Danach ging es direkt in den ersten 20km langen Anstieg über. Seit beginn des Radsplits hatte ich etwas Magenprobleme ,was eventuell am Salzwasser lag. So musste ich an der ersten Verpflegungsstation den ersten Dixi Stop einlegen und verlor weitere Minuten.

Am zweiten Verpflegungspunkt dasselbe Spiel. Ansonsten lief es auf dem Rad gar nicht so übel. Was mich enorm störte, auf der Rennstrecke fuhren teilweise Autos und man musste immer wieder aufmerksam sein. Sogar in kürzeren Abfahren kamen teilweise Autos entgegen. Ein Unding, wenn man bedenkt das man knapp 600€ für einen Ironman Nizza hingelegt hat.

Irgendwann kam ein Abzweig nach rechts, den wir dann als Wendepunkt ca 2km fuhren. Da lag dann auch der Fehler als wir die Strecke mit dem Auto abfuhren. Wir sind dort weiter geradeaus gefahren.

Danach folgte ein Aufstieg der an eine Tour de France Alpen Etappe erinnerte. 25km übelst den Berg hinauf bis km 100. Aber mit einer gigantischen Aussicht. Im oberen Teil konnte man schön hinab schauen und man sah die Kette von Athleten, die sich auf der Strecke nach oben quälten. Teilweise standen auch Athleten erschöpft und erbrechend am Rand. Es war inzwischen auch schon sehr warm.

Oben folgte dann ein 10km langer Abschnitt der komplett flach war und eigentlich der Erholung dienen sollte. Wir hatten dort aber so abartigen Gegenwind, das wir uns kaum auf dem Rad halten konnten.

Kurz danach holte ich dann auch Jörg ein und ein paar motivierende Worte sind Balsam für die geschundene Ironman Seele. Ein letzter Anstieg lag vor uns, bevor es dann in rasanten Abfahrten lange nach unten ging. Das lief für mich besser als erwartet. Dennoch holten mich in der Abfahrt wieder einige Athleten ein und vor allem war ich dann froh irgendwann wieder auf Meeresspiegel Höhe zu sein. Die letzten 20km gingen dann wieder flach Richtung Nizza und vor allem hier konnte ich mir wieder einige Athleten holen.

So war es fast schade das ich nach 180km mit dem Rad in die zweite Wechselzone einbog. Langsam machte es Spaß.

Der Wechsel in die Laufschuhe verlief reibungslos und mit einem guten Gefühl ging es auf die Laufstrecke. Ich merkte aber das mir die Hitze heute zu schaffen machte. Die Sonne brannte gnadenlos. So nahm ich an den Verpflegungen alles mit was ich kriegen konnte. Und das war heute sehr enttäuschend für solch einen Wettkampf. Kein Eis, keine Schwämme, keine richtig kalten Getränke und nicht mal Gels gab es auf der Laufstrecken. Ganz klar Daumen runter was die Verpflegung anging. So blieb es bei der Hitze nicht aus das immer mehr völlig erschöpft und regungslos am Streckenrand lagen. Und selbst da machte ich mir Gedanken um die Versorgung dieser "Leichen".

Ich war inzwischen voll drin, doch das Tempo war durch die ständigen Boxenstopps an den Aid Stations nicht wirklich hoch. Wobei ich mich auf der Laufstrecke doch sehr nach vorne arbeitete und vom Schwimmen n über 600 Plätze gut machte.

4 Runden waren zu laufen, mit Wendepunkt am Flughafen. Also 4 mal 5,3km und zurück. Am letzten Wendepunkt zog ich das Tempo wieder deutlich an und lief die letzten 5,3km wieder sehr ordentlich. Leider hat man durch den Rolling Start seine Startzeit nicht immmer genau im Blick und so wusste ich nicht genau wo ich stehe.

Eine Zeit von 12:02 wurde es am Ende. Meine langsamste Zeit, wenn man vom Ironman Arizona während der Krebszeit absieht. Sicherlich nichts das was ich mir vorgenommen hatte. Aber wenn man betrachtet das es Gesamtrang 322 von rund 2500 Athleten bedeutete, dann weiß man welche Bedingungen an diesem Tag herrschten.

Für mich war es auch eher ein Sieg über mich selber. Ich möchte nicht darüber nachdenken,was es angerichtet hätte, wenn ich ausgestiegen wäre. So war meine 24 Langdistanz dann doch erfolgreich und irgendwie kann man dann doch stolz sein.

Zeit für eine mentale Pause, um den Kopf wieder auf Vordermann zu bringen



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Challenge Geraardsbergen

Rennberichte 2017Geschrieben von Marcus Ziemann So, September 03, 2017 21:47:01

Nur zwei Wochen nach dem Ironman 70.3 Luxembourg und 3 Wochen vor dem Ironman Nizza stand die Challenge Geraardsbergen auf dem Plan. Geraadsbergen liegt in der Provinz Ostflandern, etwa 40 km westlich von Brüssel und südlich von Gent.

Die Stadt Geraardsbergen ist bekannt durch die Flandern Rundfahrt und der berüchtigten "Muur van Geraadsbergen". Ein etwa 1,5 km langer Anstieg im Ortskern, mit einer durchschnittlichen Steigung von 9,6% und einer maximalen Steigung von 20%. Das ganze auf Kopfsteinpflaster, hinauf zu einer kleinen Kapelle.

Wir reisten freitags zum Rennen an und die knapp 300 Kilometer wurden zur Tortur Fast 8 StD quälten wir uns durch den Stau.

Noch rechtzeitig die Startunterlagen abgeholt, ging es dann zum 40 Kilometer entfernten Hotel. Mitten auf dem Land, völlig im nichts.

Die Wettervorhersage sagte für das Wochenende nichts wirklich Gutes voraus, was mir für die Radstrecke wirklich Sorge bereitete.

Die Pasta Party am Abend war wirklich gut. Zwar schlicht gehalten , aber wirklich mit gutem Essen und reichlich Auswahl.

Am Folgetag das übliche Prozedere. Kurz aufs Rad und Material Check und am Nachmittag dann einchecken der Räder am See. Insgesamt vom Ablauf und der Organisation absolut zufriedenstellend.

Die Strecke beinhaltete zwei Wechselzonen. Die erste am See, die zweite in der Stadt.

Am Rennmorgen ging es dann direkt zum See. Zunächst sah das Wetter noch gut aus und ich hatte noch die Hoffnung das ich trocken über die Radstrecke kommen könnte.

Der Schwimmstart erfolgte auch hier mittels "Rolling Start". Da wir spät in die Startbox gingen, mussten wir fast vom Ende des Feldes starten. Ich legte sofort ein hohes Tempo vor und konnte dies auch komplett durchziehen. So pflügte ich mich komplett durch das Feld und arbeitete mich weit nach vorne. Bis auf Platz 26 im Gesamtfeld, bei etwa 40 Profis im Feld!!! Mit einer Top Schwimmzeit von 26:15 konnte ich das Wasser verlassen und merkte direkt beim Schwimmausstieg das es bereits am Regnen war. 17 Grad und Regen, ein Horror für mich!

Dennoch legte ich ganz gut los. Da ich als Test für den Ironman Nizza mit dem Rennrad und nicht mit dem Triathlon Rad am Start war, hatte ich keine Wattmessung und fuhr rein nach Gefühl. Das brachte mich lange, sehr gut,über den mit 1100 Höhenmeter gespickten Kurs.

Zahlreiche Anstiege, die mir sehr lagen. Das erste Problem war die lange Abfahrt ins Dorf, ehe es dann im Ortskern zur Muur hinauf ging. Da war plötzlich Schluss mit lustig. Durch das nasse Kopfsteinpflaster fand ich einfach keinen Griff und rutschte fast rückwärts wieder den Berg runter. Viele Athleten hatten diese Probleme, so auch die beiden führenden Profis. Andere wiederum konnten ohne Problem rauf fahren. Bereits im unteren Teil hatte ich Probleme und so musste ich 1 Kilometer mit Radschuhen den Anstieg, mit Rad in der Hand, hochwandern.
Das kostete mich auf beiden Runden rund 2 x 10 Minuten. Aber Sicherheit geht vor und ich hatte keine Chance fahren dort hochzukommen.

So war ich dann auch froh das ich nach gut 2:50 Stunden das Rad in der zweiten Wechselzone abstellen durfte.

So ging es dann auf die 21,1 Kilometer lange Laufstrecke. Inzwischen kam dann auch die Sonne. Wie auf der Radstrecke , hatte auch die Laufstrecke eine "Muur van Geraardsbergen". Dreimal ging es einen steilen Anstieg mit Kopfsteinpflaster zum Marktplatz rauf. Dort herrschte eine tolle Stimmung. Eine tolle, sehr abwechslungsreiche Laufstrecke. Es ging zu einem Sportplatz rauf, dann wie bei einem Crosslauf über eine Brücke in den Wald und zurück in die Stadt.

Eine fast identische Laufzeit wie in Luxembourg brachte mir dann eine Zeit knapp über der 5 Stunden Marke. Wenn man die beiden "Bergwanderungen" abzieht, dann wäre es sogar recht schnell geworden.

Es sollte eh nur ein Trainingstag für Nizza sein und das Rennen fand auch aus dem vollen Training heraus statt.

Also alles auf grün für den Ironman Nizza in 3 Wochen.

Challenge Geraardsbergen, eine nette und gut organisierte Veranstaltung für kleines Geld. Daumen hoch!



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Ironman 70.3 Luxembourg

Rennberichte 2017Geschrieben von Marcus Ziemann Sa, September 02, 2017 21:12:17

Am 19. Juni ging ich bereits zum vierten mal in Remich an den Start des Ironman 70.3 Luxembourg.

Öfter war ich nur beim 70.3 Antwerpen und beim Ironman Austria am Start. Eigentlich mag ich das ja nicht so und bevorzuge immer wieder neues zu entdecken.

Ein Rennen wie Luxembourg ist aber leicht zu organisieren. Knapp 300 km Anreise und eine insgesamt perfekte Organisation Dazu immer wieder ein nettes Wochenende im kleinen Nachbarstaat und ein verlässlich gutes Hotel.

Anders war diesmal das der Renntag auf den Sonntag gelegt wurde. Hat Vorteile und auch Nachteile. Sonst war es freitags mit der Anreise nach der Arbeit, den Startunterlagen und dem einchecken vom Rad sehr eng und stressig. Dafür hatte man den Abend nach dem Rennen noch den Abend in Luxembourg und konnte sonntags gemütlich zurück.

Diesmal hatte man freitags eine entspannte Anreise, konnte samstags alles in Ruhe regeln, so hatte man aber nach dem Rennen den Stress mit der Heimfahrt.

Der Start der Age Group Athleten erfolgte am Sonntag ab 9:15 mit dem Rolling Start. Anders als sonst spielte diesmal der Wettergott mit und wir hatten wirklich Top Wetter und warme Temperaturen. Für manche sicherlich schon zu warm.

Das Schwimmen verlief nach Plan und so konnte ich nach 30min wieder aus der Mosel steigen und aufs Rad wechseln. Hier wartete, die mit 900 Höhenmeter gespickte Radstrecke.
Ich konnte von Anfang an meinen Rhythmus finden war diesmal echt gut unterwegs. Ich nahm die Abfahrten etwas mutiger als sonst und so konnte ich mit knapp 220 Watt und einer Zeit von 2:30 mein Rad in der zweiten Wechselzone abstellen.

Damit war ich diesmal auf dem Rad etwas flotter unterwegs als sonst.

Sorgen machte ich mir etwas um den Lauf, aufgrund meiner Rückenprobleme.

Inzwischen war es auch schon etwas warm. Es lief aber ganz ordentlich, ich fand mein Tempo und konnte dies auch halten.


Problem nur das ich aufgrund der Rückenproblematik nicht das ganz hohe Tempo laufen kann, weil es an der feinen Lauftechnik hapert. Dafür bin ich aber vom ersten bis zum letzten Kilometer konstant durchgelaufen.

Vierter Start in Luxembourg, zum vierten mal unter der 5 Stunden Marke. 4:58 diesmal und ich konnte zufrieden sein.

Das machte Mut für die nächsten Aufgaben. Der Hunger war geweckt!


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Ironman South Africa 2017

Rennberichte 2017Geschrieben von Marcus Ziemann Mo, April 17, 2017 15:46:21

Ein gelunger Auftakt in die neue Wettkampf Saison!

Bewusst habe ich mich vor dem Wettkampf zurück gehalten. Natürlich war ich ganz gut trainiert. Aber die Situation mit dem Herzschrittmacher war neu.

Ende November war die Saison mit dem Ironman Fortaleza beendet und im Dezember gab es eine wohlverdiente Pause. Danach sollte im Januar der Austausch vom Herzschrittmacher stattfinden. Seitdem lebe ich ein wenig als Versuchskaninchen. Somit war die Vorbereitung für den Ironman Südafrika viel zu kurz. Es fehlte natürlich an vielen Sachen. Keine langen Ausfahrten über 4 StD, überhaupt nur ein einziges mal draußen gefahren. Ein einziges Koppeltraining. Keine richtig langen Läufe um 30 km, kein Intervalltraining. Und so ging es dann am 24.03 nach Port Elizabeth.

Von Johannesburg ging es rund 1100 km mit dem Auto runter an die Nelson Mandela Bay. Die Tage vor dem Rennen waren erlebnisreich und wirklich spaßig. Somit konnte ich gut abschalten und entspannt in Richtung Renntag blicken.

Das Intervalltraining auf dem Rad,wenige Tage vor dem Rennen, lief großartig und machte Lust auf mehr.

Für den Renntag waren Temperaturen um die 33 Grad und ordentlich Wind angesagt. Somit keine leichten Bedingungen, aber natürlich mein Ding.

Am Renntag klingelte um 3:30 der Wecker und der Tag nahm seinen Lauf. Im Hotel war liebevoll das Frühstück angerichtet und ohne besondere Vorkommnisse ging es runter zur Wechselzone. Es war nur ein kurzer Fußweg von ca 1-1,5 km vom Hotel zum Start. Kurz die Flaschen ans Rad und die letzten Vorbereitungen getroffen und so ging es dann Richtung Start.
Um 6:30 erfolgte der Profi Start und um 6:45 durften die Athleten dann per Rolling Start ins Wasser. Ich hatte mich mitten in der Menge eingereiht und so erfolgte mein Start etwa 30min nach dem ersten Age Group Start.

Der Weg raus zur ersten Boje fühlte sich noch gut an, ab da verlor ich aber erneut das Wassergefühl und vor allem auch jede Orientierung. Ich kam völlig von der Strecke ab und wurde von einem Boot korrigiert und wieder in die Spur gebracht. Nach einem ordentlichen Umweg verlor ich völlig die Motivation und hätte am liebsten schon das Rennen beendet.

So war ich froh, das ich nach dem völlig missratenem Schwimmen wieder Boden unter den Füßen hatte. Der Wechsel war ok, aber ich sah in der Wechselzone bereits das viele Räder der guten Athleten bereits unterwegs waren. Trotzdem ließ ich mich nicht aus der Ruhe bringen. Ich zog mein Ding durch und fuhr sehr kontrolliert.
Es ging über zwei Runden a 90km. Mit Wind im Rücken ging es zum Wendepunkt nach 45km. Ab da wurde es auch langsam deutlich wärmer. Weiterhin hatte ich meine Leistungswerte im Auge und überzog nicht. Trotzdem konnte ich viele Plätze gut machen. Nach 90km ging es dann auf die zweite Runde. Die Stimmung am Wendepunkt war Top und machte Lust auf mehr. Ich merkte aber schnell das der Wind drehte. So ging es plötzlich mit Gegenwind raus zum Wendepunkt und von dort mit Rückenwind zurück zur Wechselzone.
Ich liebe diese Radstrecke. Zwar ist der Asphalt sehr rau und die Straßen sehr unruhig. Aber man wird mit einer traumhaften Kulisse entschädigt und die Strecke hat es halt in sich. Auf den letzten 45km zurück zur Wechselzone war ich auch endgültig drin im Rennen. Die Motivation war da und ich zog deutlich an. Mit einem 36er Schnitt ging es zurück zum Summerstrand Beach.

Eine Radzeit von 5:37 war die Vorgabe vom Coach und nach 5:33 konnte ich das Rad in T2 abstellen. Ich merkte das ich reichlich Körner übergelassen hatte und ich hatte einfach Bock aufs Laufen. Es war inzwischen echt warm , aber auch sehr windig. Anhand einiger Athleten merkte ich an den Wendepunkten wo ich stehe. Ich konnte immer weiter Boden gut machen. Bereits auf dem Rad konnte ich 100 Plätze in meiner Altersklasse gut machen und 600 Plätze im Gesamtfeld. Und es ging beim Laufen noch deutlich mehr.

Es lief einfach......bis Kilometer 16! Plötzliches Seitenstechen machte mir das Leben schwer. Ich nahm zunächst etwas raus, versuchte ruhig zu atmen, zu trinken. Es half nichts und ich musste kurz gehen. Ich versuchte mich zu strecken und den Körper zu beruhigen. Irgendwie half aber alles nichts. So schaltete ich den Kopf aus und ignorierte die Schmerzen, biss auf die Zähne und wurde nach etwa 3km Leidenszeit belohnt. Entweder waren die Schmerzen weg, oder ich merkte halt gar nichts mehr. Ich war wieder voll im Flow und die Aufholjagd ging weiter.

Ich habe diesen Tag genossen und nach 10:57 einen tollen Zieleinlauf, begleitet von TV Kameras, genießen.

Insgesamt ging es nach dem Schwimmen noch 130 Plätze in der Altersklasse und knapp 800 Plätze im Gesamtrang nach vorne..

Die Ironman African Championship 2017 Nelson Mandela Bay, ein unvergessliches Erlebnis und ein toller Auftakt in die Saison 2017.


Ich hoffe demnächst auch den vollständigen Rennkalender bekannt geben zu können.







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