Marcus Triathlon Blog

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About Triathlon & my Life

Hier im Blog erfahrt ihr alle News über Training und Wettkämpfe.
Von der Herzschrittmacher OP 2005 bis zur Ironman Weltmeisterschaft auf Hawaii 2009 und dem Kampf gegen den Krebs 2010


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The Race - Ford Ironman Los Cabos 2014

Ironman Los Cabos/Mexiko 2014Geschrieben von Marcus Ziemann Sa, April 05, 2014 21:39:50
30.3.2014 3:50 morgens ins San Jose del Cabo und der Wecker klingelt gnadenlos!
Ich hatte relativ gut geschlafen und fühlte mich wie immer, vor einem Ironman, recht entspannt
Kurz danach Frühstück mit Pancakes und Kaffee.um 5 uhr ging es dann per Shuttle Bus zum Palmilla Beach.soweit alles perfekt organisiert.

Beim Check-In am Vortag hatte ich,aufgrund der Hitze,die Luft aus den Reifen gelassen und dort schon Probleme bei der Ventilverlängerung vom Vorderrad festgestellt.das war morgens meine einzige Sorge und die sollte sich bestätigen.ich konnte keine Luft aufs Vorderrad geben und so gab es vor dem Start noch unnötigen Streß.ich musste den Schlauch vone noch tauschen.
Danach ging es durch die übliche Prozedur und nicht schaute mir entspannt den Profistart an.

danach reihte ich mich zu den 1400 gemeldeten Athleten ein und wartete auf den Startschuss.links außerhalb hielt ich meine Position für sicher.leider keine gute Wahl.Startschuss,alles rannte ins Wasser.ich kam nicht so gut weg wie zuletzt und fand mich schnell in der Masse wieder.von Anfang an gab es nur auf die Mütze.ich bekam deutlich mehr Prügel ab als in den letzten Rennen.mehrfach versuchte ich mich zu lösen und links aus dem Feld zu kommen.aber immer wieder vergeblich.inzwischen hatte ich auch schon ordentlich Salzwasser geschluckt.an der ersten Boje wieder übelstes Gedränge und schnell war ich das schwimmen leid.ausgerechnet der Part,der mich zuletzt in gute Positionen gebracht hatte.
so kam ich dann endlich nach 1:06 aus dem Wasser.für mich eine schlechte Schwimmzeit und was viel schlimmer war,ich fühlte mich echt mies.
der Lauf zum Wechselzelt führte über einen Teppich,inzwischen auch schon ordentlich mit Sand aufgewühlt.diesen versuchte ich im Zelt erstmal an den Füßen loszuwerden.
gleichzeitig machte der Magen Streß und ich dachte über den ersten Toilettengang nach.ich hatte mich aber leider dazu entschieden erstmal aufs Rad zu steigen.
Ich glaube das war an diesem Tag ein entscheidender Fehler.
es ging erstmal den Berg vom Palmilla Beach rauf zur eigentlichen Radstrecke.auf der ersten von drei Radrunden versuchte ich dann einen Rythmus zu finden,leider vergebens.der Puls war zunächst hoch,das Tempo nicht wie erwartet und der Zustand von Anfang an eher schlecht.die Sonne knallte bereits um 8uhr gnadenlos auf den Helm und ich versuchte es mit ordentlicher Flüssigkeitsaufnahme.
die erste 60km Runde konnte ich noch mit einem 32er Schnitt beenden.

Auch hier hatte ich schon mehr erwatet,denn die Runde am Mittwoch versprach einiges.
doch man sollte in Los Cabos vorsichtig sein mit Prognosen,denn die 700 Höhenmeter pro Runde haben es in sich.


im weiteren Verlauf wurde das Magenproblem immer intensiver,das Tempo sank,ebenso der Puls.
Zu den Verpflegungspunkten auf dem Rad:
diese waren mit gut 10km dicht beieinander,aber es gab Wasser in Radflaschen und Gatorade in Orginalflaschen.da diese viel kleiner sind,flogen diese ständig aus dem Flaschenhalter.ärgerlich für den Fahrer,aber auch für die Athleten dahinter.
Es gab auch kaum Gels und Riegel
Ein Punkt zum nachbessern für die Organisation

Ich rette mich also nach ca 5:54 in die zweite Wechselzone.zum einen war ich,aufgrund der Radzeit,etwas angefressen und zum anderen erstmal darauf aus das Magenproblem zu lösen.
irgendwie war ich aber schnell aus dem Wechselzelt und auf der Laufstrecke.
2km legte ich ersteinmal los,mit dem angepeilten 4:50 Schnitt,dann wurde ich dur´ch heftiges stechen gebremmst.irgendwas krampfte fürchterlich,in Richtung Zwerchfell.inzwischenfühlte sich auch die Blase gut gefüllt an.normal kann ich aber kein Wasser lassen,wenn ich solange auf dem Rad saß.
Nach ca 6km unternahm ich trotzdem den ersten Versuch und wählte eher den Busch,statt mich aufs Dixi zu begeben.Inzwischen ging die Außentemperatur eher Richtung 40 Grad im Schatten(den nicht vorhandenen) und so war es in einer Dixi Hütte sicherlich nicht mehr zu ertragen.minutenlang stand ich im Busch und versuchte endlich zu strullern.leider vergeblich und das ganze im weiteren Verlauf noch weitere zweimal.ich schleppte mich über die Laufstrecke.mal im ordentlichen Tempo,dann aber auch wieder minutenlang im gehenden Tempo.zu große waren die Krämpfe in der Bauchgegend.

Inzwischen walkte aber der große Teil vom Teilnehmerfeld über die Strecke.
Die Sonne brannte wirklich gnadenlos und die Laufstrecke war auch nicht ohne.
Ich wollte dieses Rennen aber nicht aufgeben.
zu groß war der Aufwand dieser Reise.
Ich wollte auch in diesem Rennen nicht den Megaerfolg.so war ich mir im Vorfeld durchaus bewusst´,das ich sicherlich ein hartes Rennen haben würde.man konnte nach dem Muskelfaserriß nicht erwarten das ich ohne Laufkilometer das große Rennen machen würde.

wobei das alles an diesem Tag nicht das Problem war.das große Problem war von Anfang an der Magen.hinzu kam die Härte vom Radkurs und die gnadenlose Hitze
so quälte ich mich also weiter über den Kurs um bei km 26 erneut einen Stop an meinem Lieblingsbusch einzulegen.dieser dauerte wieder eine gefühlte Ewigkeit,aber er war erfolgreich.ich konnte mich vom Druck der Blase befreien und ab diesem Moment endlich....ENDLICH laufen.natürlich nicht mehr im Mördertempo,aber endlich ein gleichmässiger Schritt.das tat so gut.kaum einer lief

zu diesem Zeitpunkt und so machte der Wettkampf endlich Spaß
die letzten 15km hatten dann also mal was mit Ironman zu tun.
Auf der letzten Runde nahm ich dann auch schonmal die schwarz-rot-goldene Flagge auf und war mir sicher das ich mir dieses Finsish nicht mehr nehmen lasse.
nach der Quälerei an diesem Tag hatte ich mir diesem Zieleinlauf auch verdient undauf die letzten 15km darf ich dann auch ruhig mal stolz sein..
So ging es noch einmal duch den Hafen,zurück auf die lange Brücke,runter in Richtung Kirmes,zum Wendepunkt.noch ca 3,5km und man konnte dort schon die Finishline Party hören.
ich wollte auch nichts mehr aufnehmen,ich wollte nur nur rein ins Ziel.
die letzten 2,5km konnte ich in einem 4:53 Schnitt zum Ziel laufen.
vorbei an den Leuten ging es dann auf die letzten 500m und ich konnte sie genießen.
der eigentliche Zielkanal war dann doch viel zu kurz,aber egal....hoch in den Abendhimmel mit der Landesflagge und dann endlich die Worte "you're an Ironman"
Ein viel zu langer Tag ging zu Ende.aber nur sportlich.zum Glück war ich nach dem Finish super beisammen,so das ich den Abend noch genießen konnte
Ingesamt halt doch ein besonderes Rennen,das sicherlich zu den härtesten der gesamten Ironman Serie gehört.
Beenden konnte ich das Rennen mit einer Zeit von 11:51:53 auf Platz 205 und Platz 35 in meiner AK



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Race Infos Ironman Los Cabos 2014

Ironman Los Cabos/Mexiko 2014Geschrieben von Marcus Ziemann So, März 30, 2014 03:25:47
Hier in Mexiko ist es jetzt 18uhr Ortszeit und somit verbleiben noch 13std bis zum Start des Ford Ironman Los Cabos 2014
Heute noch eine kurze Einheit auf dem Rad um Beine und Material zu checken und dann ging es mittags zum Bike Check-In in die Wechselzone 1,wo morgen der Schwimmstart stattfinden wird und wir auf das Rad steigen werden.


Rund 1500 sind eingeparkt und warten daruf morgen nach den 3,86km Schwimmen vom Besitzer auf die 180km lange Radstrecke geführt zu werden.
Ich möchte euch hier noch mit allen Infos füttern,wo und wie ihr das Rennen verfolgen könnt
Start wird hier um 7uhr Ortszeit sein,was nach deutscher Zeit(mit neuer Zeitumstellung) 16Uhr sein wird

Meine Startnummer wird die 151 sein
Zu verfolgen alles im Athlete Tracker: Hier

und das Pro Rennen und ein paar Videos in der Live Coverage : Hier

Man hört/sieht/liest sich nach dem Rennen.
Ziel ist es , nach der Verletzung und den wenigen Laufkilometern, erst einmal gesund durch den Tag zu kommen.
Zum normalen Ironman sollte man auch rund 1std draufrechnen,durch die Höhenmeter der Radstrecke,das etwas raue Meer und die gnadenlose Hitze
Ich freue mich auf jeden Fall auf das Rennen und vor allem auf die Radstrecke.
Vielen Dank an alle die morgen die Daumen drücken und das Rennen verfolgen!
Auf geht's,it's Ironman Time



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Mexican Dreams

Ironman Los Cabos/Mexiko 2014Geschrieben von Marcus Ziemann Fr, März 28, 2014 03:09:26
Die letzten Einheiten sind absolviert.man kann nicht mehr viel richtig machen und so hält man lieber die Beine still.
ich war noch zweimal auf dem Rad und muss sagen das es zwar eine schwere Radstrecke ist,ich diese aber sehr mag.es geht viel rauf,aber nicht mit rasanten Abfahrten runter.hier lasse ich doch meist zuviel Zeit liegen.
Soweit fühlt sich alles gut an und das Rennen kann kommen.
Einzige Handicap ist derzeit eine ordentliche Entzündung unten am Fuß.
ich habe es mir hier nicht nehmen lassen den last German Cowboy zu spielen und mich Nachmittags mal auf ein Pferd zu setzen.
machte soweit auch Spaß und war eine gelungene Abwechslung

nur war ich mit den Füßen zu weit im Steigbügel und habe mir übelst die Haut aufgescheuert.das ganze hat sich inzwischen ganz schön fett entzündet.
Leider genau an der Stelle wo Rad-und Laufschuhe abschließen.das wird mich aber sicherlich am Sonntag nicht hindern mich mit 1500 anderen "Bekloppten" in den Pazifik zu stürzen und ins Abenteuer Ironman Los Cabos zu stürzen.
Ich freue mich auf einen außergewöhnlichen Ironman,an einem besonderen Ort,zu besonderen Umständen.
Ein einmaliges Erlebnis war sicherlich auch mal so nah an Delfinen heranzukommen wie hier im Hafen.
Die kamen so nah heran,das man sie streicheln konnte und sie machten ihre Spielchen.sicherlich eine Sache die für Sonntag zusätzlich Kraft frei setzen wird,da wir an gleiche Stelle vorbeilaufen

Die Startunterlagen sind abgeholt und Samstag wird das Rad eingecheckt.
Dann gibt es hier auch noch mal ein Update mit allen wichtigen Infos


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Grüße von der Baja California

Ironman Los Cabos/Mexiko 2014Geschrieben von Marcus Ziemann Mi, März 19, 2014 02:52:03
Dann werde ich mich mal dranmachen und die ersten Worte vom anderen Ende der Welt in den Blog zu pressen.
Die Reise ins Land der Kakteen begann für mich Samstags morgens um kurz nach 4uhr und führte zunächst nach Düsseldorf.um 7 uhr sollte der erste von drei Fliegern abheben und mich nach London Heathrow bringen.das sollte auch soweit ohne Probleme gehen.von dort ging es nach einem 3std Aufenthalt weiter nach Dallas/Fort Worth.der 11 stündige Flug hatte es dann schon mehr in sich,aber was danach folgen sollte.
Inzwischen schon etwas angeschlagen eilte ich zu meinem Gate.weitere 2 1/2 std später sollte eigentlich mein nächster Flieger nach San Jose del Cabo gehen.
sollte eigentlich......
Zunächst sah eigentlich alles nach Plan aus.dann aber kam die erste Durchsage das es Probleme mit dem Flieger geben solle.draussen ging inzwischen die Welt unter.und so wurden die ersten 30min Verspätung draufgepackt.danach wurde dann das Gate gewechselt und es sollte inzwischen schon über 1std Verspätung sein.
Ende vom Lied,ein kompletter Terminal Wechsel und über 3 1/2std Verspätung machten die Reise langsam zur Herausforderung.
Nach 28std Anreise kam ich dann recht spät im Hotel an,bei -8std Zeitverschiebung.
kurz einmal Anlage abgeschnuppert,versuchte ich es dann mal mit schlafen,was erstaunlich gut klappte.
Am nächsten Tag sah die Welt schon anders aus.Sonne pur,blauer Himmel,Strand und Meer.Verpflegung vom feinsten,so lässt es sich aushalten.
Am ersten Tag war dann aber auch komplett Ruhe angesagt und ich baute nur das Rad auf.

Gestern(Montag) stand dann das erste Training an und ich machte mich mit der Radstrecke vertraut.

Die sorgte dann gleich mal für Respekt.Ich fuhr dann die eine Runde von San Jose del Cabo nach Cabo San Lucas ab.Es gibt auf dieser 60km Runde wirklich keinen flachen Meter.Ein ständiges auf und ab.so kam ich pro Runde auf 660 Höhenmeter.3 Radrunden stehen auf dem Plan.Das wird mit dem Wind und der Hitze mal ein ordentliches Programm.
Auch das Schwimmen wird hier im Meer sicherlich zu einer Herausforderung.Bei dem Wind tobt es am Palmilla Beach schon ganz schön heftig.
Entschädigt wird man auf der Radstrecke von einer gigantischen Sicht auf das wunderschöne Blaue Meer und die Kakteen der Baja California.

Der Lauf dürfte dann für den Rest sorgen.Im moment haben wir hier Temperaturen von 33 Gad und die geamte Laufstrecke gibt keinen Schatten her.Auf Wolken und Abkühlung braucht man nicht zu hoffen . Januar-April=0 Regentage in San Jose del Cabo
Ich lasse mich also überraschen was die nächten Tage so hergeben.Bis jetzt auf jeden Fall endlich mal Entspannung und ankommen!

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